Wanderung am 3. September  2003

Uracher Wasserfall und Hohenurach

 

 

Bei prächtigem Wetter mit viel Sonne - aber nicht zu heiss, mit leichter frischer Brise - also bei idealen Wanderbedingungen starteten wir - Gerd, Waldemar  und Roland - in Richtung Schwäbische Alb. Ziel Uracher Wasserfall. Der kleine Bach im Maisental führte unerwartet viel Wasser, so daß wir auf den 37 Meter hohen Wasserfall sehr gespannt waren. Doch wir trauten unseren Augen kaum. Das viele Wasser des Baches kam aus einer Betonröhre - der Wasserfall selbst war eher dürftig. Was angesichts der langen Trockenheit ja nicht verwunderlich ist. Wie im Nachhinein geklärt werden konnte wurden am Ende des Maisentals, also am Fusse des Wasserfalls, einige Quellen gefaßt, die das viele Wasser an den Bach abgaben. Wunder gibt es halt selten. Den steilen Aufstieg entlang des Wasserfalls - jetzt ohne die vorher zahlreichen Stöckelschuh-Touristen - schafften wir dank guter Kondition mühelos. Und auf der Hochfläche belohnten wir uns mit einem Stuttgarter Hofbräu. Wie wurde der Gerd da umschwärmt von Lebewesen mit Wespentaillen !! Doch er blieb cool und so verloren die Wespen ihre Lust.
Unsere Wanderführer-Fibel meinte, man müßte jetzt statt einem blauen Dreieck einem roten Dreieck folgen und so käme man zur Burg Hohenurach. Und es war tatsächlich so. Die Burg ist - nach weiterem steilen Anstieg - noch am gleichen Fleck wie der Führer (von 1978 !!) versprochen hatte. Zwar wurde die Festung wohl um das Jahr 1200 herum erbaut, aber verglichen mit der Entstehung der Alb vor ca. 225 Millionen Jahren, ist das gerade neulich gewesen. Eine unerwartet große Festung  mit einigen noch vorzeigbaren Gemäuern, aber halt doch eine Ruine. Die alten Fürsten wußten schon zu leben - denn allein die Aussicht auf das Ermstal und Bad Urach lohnte den steilen Anstieg. Trotz Waldemars Feldstecher konnten wir leider weder im Erlebnisbad im Tal noch im reizvoll gelegenen Höhenfreibad irgendwelche Badenixen ausmachen. Beim Abstieg testeten wir  einen Weg, der in unserem Führer nicht verzeichnet war - und siehe da, wir landeten direkt bei unserem Parkplatz.
Der Ausklang in der Krone in Hülben ist auch erwähnenswert. Riesenportionen wurden uns gereicht - das war kaum zu schaffen. "Aber lieber den Magen verrenken, als dem Wirt was schenken" - das war unser Motto. Der Gerd hatte wohlweislich verzichtet, er hungerte lieber noch etwas, denn seine Frau wartete schon ungeduldig beim verabredeten Abendessen.  Wir hoffen, sie verzeiht uns.

 

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