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Bei
prächtigem Wetter mit viel Sonne - aber nicht zu heiss, mit leichter
frischer Brise - also bei idealen Wanderbedingungen starteten wir - Gerd,
Waldemar und Roland - in Richtung Schwäbische Alb. Ziel Uracher
Wasserfall. Der kleine Bach im Maisental führte unerwartet viel Wasser, so
daß wir auf den 37 Meter hohen Wasserfall sehr gespannt waren. Doch wir
trauten unseren Augen kaum. Das viele Wasser des Baches kam aus einer
Betonröhre - der Wasserfall selbst war eher dürftig. Was angesichts der
langen Trockenheit ja nicht
verwunderlich
ist. Wie im Nachhinein geklärt werden konnte wurden am Ende des Maisentals,
also am Fusse des Wasserfalls, einige Quellen gefaßt, die das viele Wasser
an den Bach abgaben. Wunder gibt es halt selten. Den steilen Aufstieg
entlang des Wasserfalls - jetzt ohne die vorher zahlreichen
Stöckelschuh-Touristen - schafften wir dank guter Kondition mühelos. Und auf
der Hochfläche belohnten wir uns mit einem Stuttgarter Hofbräu. Wie wurde
der Gerd da umschwärmt von Lebewesen mit Wespentaillen !! Doch er
blieb
cool und so verloren die Wespen ihre Lust.
Unsere Wanderführer-Fibel meinte, man müßte jetzt statt einem blauen Dreieck
einem roten Dreieck folgen und so käme man zur Burg Hohenurach. Und es war
tatsächlich so. Die Burg ist - nach weiterem steilen Anstieg - noch am
gleichen Fleck wie der Führer (von 1978 !!) versprochen hatte. Zwar wurde
die Festung wohl um das Jahr 1200 herum erbaut, aber verglichen mit der
Entstehung der Alb vor ca. 225 Millionen Jahren, ist das gerade neulich
gewesen. Eine unerwartet große
Festung
mit einigen noch vorzeigbaren Gemäuern, aber halt doch eine Ruine. Die alten
Fürsten wußten schon zu leben - denn allein die Aussicht auf das Ermstal und
Bad Urach lohnte den steilen Anstieg. Trotz Waldemars Feldstecher konnten
wir leider weder im Erlebnisbad im Tal noch im reizvoll gelegenen
Höhenfreibad irgendwelche Badenixen ausmachen. Beim Abstieg testeten wir
einen Weg, der in unserem Führer nicht verzeichnet war - und siehe da, wir
landeten direkt bei unserem Parkplatz.
Der Ausklang in der Krone in Hülben ist auch erwähnenswert. Riesenportionen
wurden uns
gereicht
- das war kaum zu schaffen. "Aber lieber den Magen verrenken, als dem Wirt
was schenken" - das war unser Motto. Der Gerd hatte wohlweislich verzichtet,
er hungerte lieber noch etwas, denn seine Frau wartete schon ungeduldig beim
verabredeten Abendessen. Wir hoffen, sie verzeiht uns.
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