Wanderung am 3. Februar  2005

Roßwälden 

 

 

Es ist höchste Zeit, dass wir nach dem Christian, unseren Kneipenbekannten vom Ochsen in Rosswälden, sehen. Seitdem er Ende 2004 seinen Führerschein auf dem Promille-Altar opfern musste, haben wir uns nicht mehr gesehen.
Der matschige Schnee auf dem Wanderweg erschwerte erheblich das Vorwärtskommen. Da zudem manche Muskeltiere grippebedingt etwas lahmten, nahmen wir den kürzesten Weg von ca. 11 Kilometern. Schnaufend und keuchend ereichten wir endlich den Ochsen, um ein erneutes Waterloo zu erleben. Wegen Familien-Feierlichkeiten ist der Ochsen heute geschlossen, stand auf dem Zettel. Und jetzt? Kein Christian, kein Weizenbier mit Leberkäse und kein Muskeltier kennt die nächste Wirtschaft. Wir gehen zum „Haarschlotzer“ nach Reichenbach zurück.
Ein Schlüsselbund lag auf der Strasse, vor einer Garageneinfahrt. Das Klingeln an der Haustür war erfolglos. Wir legten die Fundsache vor der Tür und gingen weiter. Nach dieser guten Tat erhellte sich die Stimmung und die Suche nach Gesprächsthemen fing an - aber worüber? Der Papst ist krank und die Bush Politik zeigt Erfolge. Keine Angriffsflächen. Kein Problem. Wir haben doch unsere eigenen VIPs:

Wer kennt den Unterschied zwischen der SPD und dem Orgasmus? Bei der SPD muss man länger stöhnen!
Eine Studie hat gezeigt, dass die Armen mehr Sex haben als die Reichen. Da muss man sich bei Schröder bedanken! Und was macht die Merkel? Ach die „Sofia Loren für Arme“ muss doch bei der Umsetzung ihrer Politik fast immer zwangsbeglückt werden! Ich glaube die CSU wird sie trotzdem zur Kanzlerkandidatin vorschlagen. Das geht nicht. Bevor sie das tut übernimmt McDonalds das Hofbräuhaus!
Ich habe gehört, dass der Innenminister künftig die Beamten nach Leistung bezahlen will. Ja will er sie den in den Armut treiben?

Kaum hatten wir uns stimmungsmäßig etwas gefangen standen wir schon vor dem „Haarschlotzer“ in Reichenbach. Voll war es. Überwiegend mit Frauen mit überschrittenem Verfallsdatum! So ist es anscheinend immer am schmutzigen Donnerstag. Zum Trinken gibt es genug, aber Essen servieren wir erst ab 18.00 Uhr, verkündet der Wirt. Was soll’s. Hier gibt’s wenigstens was zum trinken. Also, fängt einer an: Mir hat neulich das Finanzamt erklärt, dass in meinem Keller ein Schnapsbrenngerät gibt und ich dafür Steuer zahlen muss. Ja aber das Gerät ist alt und nicht im Betrieb. Schon, sagt der Finanzbeamte, aber das Gerät ist da. Also, wenn das so ist, dann beantrage ich Kindergeld für zwölf Kinder. Sie haben doch keine Kinder. Das schon, aber das Gerät ist da!!
Bevor wir den „Haarschlotzer“ verlassen verkündet ein Muskeltier: Ich bin sicher, dass Deutschland die nächste Fußballweltmeisterschaft gewinnt. Das glaube ich auch, sagt ein anderes. Unsere Schiedsrichter machen das schon!!

 

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