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Zum vierten Mal sollte in diesem
Jahr die Wanderung zum Besen
nach Hegenlohe gehen. Gerechterweise muss man natürlich sagen, dass es
erst das dritte Mal war, weil wir ja am 20.01.
einen Tag zu früh dort waren.
Also machten wir Vier, Jannis hatte
sich in südliche Gefilde abgesetzt, uns auf den Weg zum Reichenbachtal.
Doch bald merkten wir, hoppla, heute ist das vorankommen gar nicht so
einfach. In dem tauenden Schnee sank man tief ein. Der Roland schlug
daraufhin vor entweder eine Abkürzung zunehmen oder auf den Besuch beim
Besen zu verzichten, weil ja noch ein Theaterbesuch an diesem Abend in
Stuttgart anstand. Gegen eine Abkürzung hatte keiner etwas. Aber auf den
Besen verzichten kam nicht in Frage. Also ging es kräftig bergauf in
Richtung Hegenlohe. Öfter als sonst musste eine Verschnaufpause
eingelegt werden. Auch die Sonne meinte es mal wieder gut mit den
Muskeltieren und brachte uns noch zusätzlich ins Schwitzen. Themen
über Ämter, Politik, Nullrunden bei den Rentnern und vielem mehr sorgte
für reichlich Gesprächsstoff. Als die Höhe erklommen war, wollte der
Waldemar einen Schneemann bauen. Da sich dieses Ansinnen doch mehr als
schwierig erwies, wurde als Alternative ein Schneestaudamm gebaut.
Im Haug´schen-Besen wurden wie immer mit einem freundlichem Hallo
begrüßt. Aber die Enttäuschung beim Waldemar war groß. Er hatte sich den
ganzen Weg über schon auf den üppigen Jubiläumsteller gefreut. Auf der
Speisekarte war er nicht mehr zu finden. Aber laut Wirtin kein Problem,
man kann ihn trotzdem haben. Doch hatte die Wirtin das nicht als
Bestellung aufgefasst. Erst als der Waldemar schon fast vor lauter
Schwäche vom Stuhl fiel und die anderen auch etwas bestellten, wurde der
Irrtum aufgeklärt und dem Waldemar statt des Jubiläumstellers ein
Überlebensteller serviert.
So konnten wir nur dem netten Spruch
im Gastraum zustimmen:
Ob Remstal, Filstal,
Neckarstrand,
Haug’s Schurwaldbesen ist bekannt.
Die Küche flott und gute Klasse,
sein Remstalwein, er ist vom Fasse,
Bedienung aufmerksam und flink
zivil der Preis von A bis Zink
Unser Chronist, der sich wie zuvor
erwähnt, im Urlaub befindet, hat uns natürlich ganz unvorbereitet ein
schweres Amt aufgebührdet. Ohne Vorwarnung und ohne Einführungskurs
wurde uns von ihm auferlegt, seine Aufgabe für die Zeit seiner
Abwesenheit zu übernehmen. Das schlimmste dabei ist, er hat uns noch
nicht mal gefragt, ob wir ihm den Urlaub genehmigen werden. Aber wir
werden uns schon eine gerechte Strafe ausdenken. Wie z.B. eine extreme
Wanderung mit vielen Abkürzungen, die sich dann als Umwege heraus
stellen.
Zum Schluss bleibt noch zu
berichten, wir sind so zeitig vom Wandern zurückgekehrt, dass der
Theaterbesuch nicht gefährdet war.
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