Wanderung am 10. März  2005

Reichenbachtal – Hegenlohe - Haug’s Schurwaldbesen

 

 

Zum vierten Mal sollte in diesem Jahr die Wanderung zum Besen nach Hegenlohe gehen. Gerechterweise muss man natürlich sagen, dass es erst das dritte Mal war, weil wir ja am 20.01. einen Tag zu früh dort waren.

Also machten wir Vier, Jannis hatte sich in südliche Gefilde abgesetzt, uns auf den Weg zum Reichenbachtal. Doch bald merkten wir, hoppla, heute ist das vorankommen gar nicht so einfach. In dem tauenden Schnee sank man tief ein. Der Roland schlug daraufhin vor entweder eine Abkürzung zunehmen oder auf den Besuch beim Besen zu verzichten, weil ja noch ein Theaterbesuch an diesem Abend in Stuttgart anstand. Gegen eine Abkürzung hatte keiner etwas. Aber auf den Besen verzichten kam nicht in Frage. Also ging es kräftig bergauf in Richtung Hegenlohe. Öfter als sonst musste eine Verschnaufpause eingelegt werden. Auch die Sonne meinte es mal wieder gut mit den Muskeltieren und brachte uns noch zusätzlich ins Schwitzen. Themen über Ämter, Politik, Nullrunden bei den Rentnern und vielem mehr sorgte für reichlich Gesprächsstoff. Als die Höhe erklommen war, wollte der Waldemar einen Schneemann bauen. Da sich dieses Ansinnen doch mehr als schwierig erwies, wurde als Alternative ein Schneestaudamm gebaut.

Im Haug´schen-Besen wurden wie immer mit einem freundlichem Hallo begrüßt. Aber die Enttäuschung beim Waldemar war groß. Er hatte sich den ganzen Weg über schon auf den üppigen  Jubiläumsteller gefreut. Auf der Speisekarte war er nicht mehr zu finden. Aber laut Wirtin kein Problem, man kann ihn trotzdem haben. Doch hatte die Wirtin das nicht als Bestellung aufgefasst. Erst als der Waldemar schon fast vor lauter Schwäche vom Stuhl fiel und die anderen auch etwas bestellten, wurde der Irrtum aufgeklärt und dem Waldemar statt des Jubiläumstellers ein Überlebensteller serviert.

So konnten wir nur dem netten Spruch im Gastraum zustimmen:

Ob Remstal, Filstal, Neckarstrand,
Haug’s Schurwaldbesen ist bekannt.
Die Küche flott und gute Klasse,
sein Remstalwein, er ist vom Fasse,
Bedienung aufmerksam und flink
zivil der Preis von A bis Zink

Unser Chronist, der sich wie zuvor erwähnt, im Urlaub befindet, hat uns natürlich ganz unvorbereitet ein schweres Amt aufgebührdet. Ohne Vorwarnung und ohne Einführungskurs wurde uns von ihm auferlegt, seine Aufgabe für die Zeit seiner Abwesenheit zu übernehmen. Das schlimmste dabei ist, er hat uns noch nicht mal gefragt, ob wir ihm den Urlaub genehmigen werden. Aber wir werden uns schon eine gerechte Strafe ausdenken. Wie z.B. eine extreme Wanderung mit vielen Abkürzungen, die sich dann als Umwege heraus stellen. 

Zum Schluss bleibt noch zu berichten, wir sind so zeitig vom Wandern zurückgekehrt, dass der Theaterbesuch nicht gefährdet war.

 
 

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