Wanderung am 31. März  2005

Bad Überkingen - Märzenbecher

 

 

"Alles fit im Schritt?" Das war Otmars erste Frage an diesem Tag. Wie meint er das, denken die Muskeltiere?? Will er wissen, ob wir uns dem heutigen Vorhaben gewachsen fühlen? Ca. 200 Höhenmeter Anstieg auf nur 2 Kilometer Wegstrecke - das ist wahrlich steil und anstrengend. So gesehen machte die Frage schon Sinn. Und wir fühlten uns dem gewachsen - zudem das Wetter mit dem Lauf des Tages immer besser wurde. Morgens war noch alles grau in grau - aber mit Wanderbeginn kam die Sonne und die gute Laune.
Fast jede Ampel vermeidend brachte uns Waldemar mit seinem Audi über diverse Schleichwege direkt nach Bad Überkingen. Nachdem Jannis, derzeit in Japan, als "Motzer" beim Anstieg ausfiel, übernahm Roland diese Rolle - aber mehr schlecht als recht. Gerd litt eher still! Aber als dann Waldemar auf dem Gipfel des Kahlen Steins für jeden eine Flasche Bier aus seinem Rucksack zauberte, war die Welt sowieso wieder in Ordnung: "Nüchtern sind wir schüchtern, aber voll sind wir toll !!" Zwar ein netter Spruch, aber für Muskeltiere nicht ganz zutreffend. Die sind auch nüchtern toll und voll erst recht. Aber das kommt selten vor - heute schon gar nicht. Otmar hatte trotz des enormen Aufstiegs noch überschüssige Kraft, denn immer wieder wollte er Bäume ausreissen. Das müssen wir seiner Franziska sagen! Diese Kraft sollte man sinnvoller einsetzen.

Diskutierend über das neue Thema Feinstaub und den ganzen Staub, der deswegen aufgewirbelt wird, kamen unsere Lieblingsthemen Politik und Bürokratie fast zu kurz. Vor allem nachdem es um Joschka so still wurde! Ist der womöglich schon zurückgetreten und keinen interessiert es mehr? Und ist der Kanzler mit seinem Krummdolch schon aus dem Vorderen Orient zurück? Oder traut er sich nimmer heim? Alles blieb im Dunkeln, denn wir waren bei unserer Wanderung am Albtrauf entlang von der berauschenden Fernsicht ins Land wieder mal voll fasziniert. Dieses schöne Land hat nur das Beste verdient! Wenn wir nur wüßten, woher nehmen.

Durch Myriaden von blühenden Märzenbechern gings am Ende wieder abwärts, begleitet von einer Vielzahl tosender Bäche und Wasserläufe. Wir legten einen Gang zu, denn der nächste Höhepunkt unserer Wanderung stand an: Der Hirsch in Auendorf mit seinen wagenrad-ähnlichen Schnitzeln. Wieder ging ein Stöhnen durch die Reihen: Die Mägen der Muskeltiere waren wieder gut aufgefüllt. Gut, daß wir nicht heim laufen mußten.

Märzenbecher Tour 2004

 

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