Wanderung am 8. September  2005

Ochsenwang - Randecker Maar

 

 

Die Entscheidung, wieder mal von Hepsisau aus das Zipfelbachtal hinaufzuklettern, erwies sich bei dem heissen Wetter als goldrichtig. Die gefühlte Temperatur am wasserreichen  Bach im Baumschatten war sehr angenehm, im Gegensatz zu der prallen Sonne auf der Hochfläche des Randecker Maars. Gut, dass Waldemar uns wieder mit einem kühlen Sprudel zur rechten Zeit versorgt hat. Denn das Otto-Hochmeister-Haus verschmähen wir grundsätzlich, seit uns eine Bedienung vor einiger Zeit im eigenen Saft zu lange schmoren ließ. Mit ein paar schmutzigen Bemerkungen ließen wir es links bzw. rechts am Wegrand liegen und peilten zielgenau das Rössle in Ochsenwang an, das uns bislang nicht enttäuschte. Auch heute nicht. Mehr als die in diesem Monat angebotenen Sondergerichte "rund um den Hammel"  interessierte uns aber ein kühles Bier. Beziehungsweise zwei. Politische Auseinandersetzungen blieben heute auf Sparflamme, denn in Zeiten der Wahlpropaganda werden wir derzeit richtig überflutet. Bis zum Brechreiz. Bei manchen Politikern sieht man deutlich, dass sie sich von Fakten nicht irritieren lassen. Und der zur Schau getragene Optimismus mancher dieser Spezies bei Rot, Schwarz und Grün rührt offensichtlich nur aus einem Mangel an Informationen und Ehrlichkeit. Sie reden und reden, bis ihnen manchmal etwas einfällt oder auch nicht. Lieber reden als arbeiten, denn sonst verliert man die Übersicht - so scheint derzeit das Motto.

Wir können uns drehen und wenden, wie wir wollen, der Arsch bleibt immer hinten. Und in ein paar Tagen können wir wählen, was wir wollen. Wir werden es bereuen. Um 17.00 Uhr wählten wir den Abstieg vom Randecker Maar hinunter nach Hepsisau. Der war so steil, dass wir uns wie Bergziegen verhalten mußten. Ob das auch einigen Politikern bevorsteht - noch wissen wir es nicht. Denn die neuesten Umfragen zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Schön, wenn man wieder heimkehren kann zu einer Frau, die man fürs Leben gefunden hat. Noch schöner ist natürlich, wenn man ein paar mehr kennt. Solange die nicht politisieren.

 

 

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