Wanderung am 01.12. 2005 und am 8. 12. 2005

Naturfreundehaus und Roßwälden

 

 

Zur Einstimmung der vorweihnachtlichen Atmosphäre  ist die Wanderstrecke zum Naturfreundehaus der optimale Weg. Zu viert, Otmar musste heute am 01.12. bei seinem Bruder Geburtstag feiern. Die Daheimgebliebenen, noch arbeitenden/wandernden Muskeltiere wünschen dem Geburtstagskind alles Gute. Also, diesmal ging es über das Reichenbachtal in Richtung Naturfreundehaus. Das Wetter ist sich nicht ganz schlüssig, ob es regnen oder schneien soll. Es ist halt ein Zwitterwetter, oder wie der alte Japaner sagen würde: Kaimuschikaisaki! Inzwischen sind uns die Wanderwege so vertraut, dass keine Wanderkarten bemüht werden. Somit haben wir mehr Zeit zum quatschen, oder schwäbisch ausgedrückt, zum Schwätzen. „Die Welt ist arm, der Mensch ist schlecht“, sang der Schauspieler in der „Drei Groschen Opera“. Ja, und was machen wir jetzt? Auch das hat er gesagt. „Was kann schon ein Dietrich gegen eine Aktie ausrichten? Also, Aktien kaufen. Der kann gut singen, murmelt der Waldemar vor sich hin. Mit einem Dietrich hätte ich bestimmt mehr Erfolg als mit meinen Telekom Aktien!! Nach dem ersten Viertele im Naturfreundehaus versuchen die Wanderkollegen zu trösten. So ist nun mal das Leben. Der Onassis hat es auch gewusst, als er sagte: „Es ist leichter, ein Vermögen zu machen, als es zu behalten“. Er konnte es sich leisten, solche Sprüche zu klopfen! Ja aber statistisch gesehen haben ein Millionär und ein Muskeltier jeweils eine halbe Million. Davon hat meine Bank noch nichts gehört. Der Milton Friedmann fasste die ganze Wirtschaftstheorie in einem einzigen Satz zusammen: „ Man kann nicht essen, ohne zu bezahlen“. Ich schlage vor, wir machen uns jetzt auf den Weg zurück nach Reichenbach, um nachzudenken, wie wir unser Vermögen, die mickrige Rente“ behalten können. Sonst müssen wir künftig das Bezahlen nach dem Essen umgehen.

 

Komplett, zu fünft, am 08.12.05 geht es Richtung Roßwälden. Heute haben wir Glück. Nicht nur, dass unser Altbekannter Christian im „Ochsen“ sich am Stammtisch breit macht, nein, da sind noch ein paar entwicklungsfähige, verborgene Talente. Der Postbote in der „Tracht“ der deutschen Post, der Bürgermeister a.D. und dem Christian sein Schwiegersohn. Ja wo ist den der Karle? Ah ja. Er ist in der Klappsmühle, kommt aber am Montag wieder raus! Das ist sehr beruhigend. "Na, du Greco, du bist jetzt nach fünf Monaten in Griechenland ausgeruht, wir zwei marschieren jetzt gegen die Franzosen", geht der Christian auf den Jannis los. Warum denn ausgerechnet gegen die Franzosen? Ich weiß es auch nicht, aber es war immer so! Und jetzt kommt zum Vorschein, was unter verborgenen Talenten gemeint war. Der Postboote fängt an, laut zu lachen, bevor er seinen Witz loslässt. Dieses vorauseilende begeisternde Lachen und seine gelbe Kostümierung sorgen dafür, dass die Zuhörer schon vor der Witzpointe mitlachen. So geht es: „ Das Bäuerle streichelt jede Nacht seine Frau unter der Gürtellinie und sagt: Meine Wiesen, mein Brachland, meine Äcker. . Die Bäuerin ist sauer: Wenn du aber bald nicht anfängst dein Brachland zu beackern, werde ich es verpachten!!“ Die Muskeltiere haben kräftig mitgelacht und sich vorgenommen auf den Rückweg nach potenziellen Pächterinnen umzuschauen.

Der geht ja noch, fängt der Postgeneral an: „Ja sag mal, lange haben wir uns nicht gesehen. Wie geht es dir und der Familie?  Bestens. Meine Tochter ist mit ihrem Medizinstudium fertig und arbeitet in der Stadt. Sie verdient viel Geld, hat aber sehr viel zu tun. Und was macht deine Tochter? Tja, sie ist auch in der Stadt, verdient auch viel Geld und hat sehr viel zu tun. Ja, was macht sie denn? Sie ist Prostituierte. Was ist denn dass? Ich weiß es nicht, aber zwei mal in der Woche muss meine Frau aushelfen!!“

Danach war alles klar und wir standen schon vor den Toren Reichenbachs.

 

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