Wanderung am 9. April 2003

 Kloster Lorch und Schelmenklinge

 

 

Heute ist wieder mal Weiterbildung angesagt. Wandern und Bildung. Ob das zusammenpasst? Es passt. Kloster Lorch ist der Ausgangspunkt der Wanderung: Dicke Mauern, Türme mit Schießscharten, Grüfte und das Wandbild des Kaisers Barbarossa dokumentieren eindrucksvoll die neunhundertjährige Geschichte des als Grablege der Staufer im Jahr 1102 gegründeten Klosters. Die berühmteste Stauferin, die hier bestattet wurde, ist die Königin Irene. Lange haben sich die Muskeltiere im Kapitelsaal vor dem Stauferrundbild mit einem Umfang von  35 Metern aufgehalten. Von Rechberg, Barbarossa, Mailand, Konstantinopel, Zypern bis nach Ägypten hat der Lorcher Maler Hans Kloss die Hauptereignisse der damaligen Zeit dargestellt. (Bilder unten !) Trotz intensiven Suchens haben die Muskeltiere keinen geeigneten Mitwanderer dabei entdeckt! Alle wichtigen Leute waren zu Pferd nach dem Motto: „. . .die Herren fahren mit dem Karren . . .doch das sind die Weisen, die hier zu Fuße reisen. . „
Also beschlossen die weder Herren noch gescheiten Muskeltiere die Wanderung aufzunehmen.

Kloster-Schelmenklinge-Brucker Sägemühle. Interessant und wildromantisch war vor allem die Schelmenklinge mit  Felsszenerie und Felsenkammer. Die Miniatur-Wasserradspiele waren noch nicht aufgebaut. Vielleicht später. Über den Hermann-Löns-Weg zurück  fanden wir wieder den Klosterparkplatz, den Römischen Limesturm  und unser Auto. Auf dem Weg zurück nach Reichenbach, über Schorndorf und Hegenlohe, konnten wir einfach nicht an unserer bekannten Rostbratenbesenwirtschaft vorbeifahren. Kaum hatten wir uns gesetzt und bestellt war Sie schon da! Schon wieder!! Die Bürgermeisterin von Hegenlohe Lucia Hermann mit einer ganzen krawattenverunstalteten Abordnung. Nach der, zugegeben etwas komplizierten, Logik der Muskeltiere kann es doch kein Zufall sein. Oder? Verfolgt Sie uns? Vor lauter Begeisterung hat diesmal der Roland nicht nur den Trollinger, wie so oft, bezahlt, nein, er hat auch den Leberkäse übernommen. Weiter so! Das nächste Mal wird sie eines der prämierten Muskeltiere interviewen!! Vielleicht wollte der Roland mit seiner Scheckdiplomatie die Zahl der potenziellen Kandidaten reduzieren! „Mein Mann ist deprimiert“, sagt die Freundin. „Mein Mann ist auch ein Depp, aber nicht prämiert“. Schnell zurück nach Reichenbach.      

        

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