Bildungstour am 9. Dezember  2003

               Exkursion zur EnBW Altbach

 

 

Gerd hatte dankenswerterweise alles organisiert: Punkt 9.30 Uhr traten alle fünf Muskeltiere sowie zwei unserer Damen bei der Hauptpforte in Altbach an und waren gierig, etwas über Gerds alte Wirkungsstätte zu erfahren. Schließlich dachten wir bisher, der Strom käme aus der Steckdose! Bereits 1899 hatte Heinrich Mayer an dieser Stelle ein Wasserkraftwerk erbaut - heute allerdings steht dort eine imponierende Anlage, die halb Baden-Württemberg mit Energie versorgt.
Zunächst bekamen wir im eindrucksvollen Demo- und Experimentierraum Informationen, die eine optimale Grundlage für die spätere Besichtung waren. Danach gings behelmt und  mit Kopfhörern versehen zur Sache. Wir waren mächtig beeindruckt von den Ausmaßen des Kühlturms mit seinen gigantischen Ventilatoren, dem riesigen Kesselhaus (mit 80 Meter hohem Kessel, der wegen der Ausdehnung bei der Hitze an massiven Trägern aufgehängt ist) sowie den 250 Meter hohen Schornsteinen. Jannis hatte Bedenken, ob wegen der extrem hohen Umweltauflagen das Kraftwerk mit ausländischen Kraftwerken wettbewerbsfähig ist - aber die Antwort war etwas verschwommen. Egal, wir wissen, dass das nicht der Fall ist.
Wer hätte gedacht, dass ein E-Werk auch Gips "produziert", dass die Grobasche für den Strassenbau ein wichtiger Bestandteil ist und die Flugasche von den Zementwerken gebraucht wird. Alles wird verwertet.
Interessant war auch die Fahrt mit dem Aufzug auf das hohe Kesselhaus, von dem aus wir einen weiten Blick ins Neckartal und bis zur Alb hatten. Zum Abschluß konnten wir einen Blick in die imposante Schaltzentrale werfen, von wo aus alles gesteuert und überwacht wird.

Ohne Frage - nach drei Stunden intensiver Führung und Besichtigung wußten wir woher der Strom kommt.   Auch Muskeltiere lernen nie aus. Mal sehen, wo unsere nächste Bildungstour hinführt.


 

 

             HOME                               Berichte-Übersicht                          nächster Bericht