Wanderung am 11. Juni 2003

Rindviecher unterwegs

 

 

Wieder ist es heiss ohne Ende. Gesucht ist ein Weg im Schatten, möglichst mit einer erfrischenden Brise -wenigstens ab und zu.  Heute haben alle Viere eine Kopfbedeckung dabei. Zur wichtigen Gehirnzellenschonung.
Da soll es noch einen Weg zum Naturfreudenhaus geben, den die Muskeltiere noch nicht gewandert sind. Kann das denn sein? Es ist so. Das Kirnbachtal wird links außen vor gelassen und ab durch die Mitte in ein schmales, fast unsichtbares Tälchen, das trotz der wochenlangen Hitze noch Wasser führt. Das Engenbachtal. Gut, dass uns kein Jäger begegnete, denn nach den Erzählungen von Waldemar und Otmar  ist mit dieser besonderen Gattung Mensch in dieser Gegend nicht zu spassen. Richtige Horrormeldungen wurden da in Erinnerung gerufen, mit Grußpflicht und Wildererverdacht und Schußwaffengebrauch und und und...
Gerd und Roland sind froh, nochmal davongekommen zu sein. Außer einer größeren Zahl Rindviecher sind wir gottseidank kaum jemandem begegnet. Mit Erschrecken mußten wir feststellen, dass das Naturfreudenhaus geschlossen schien - aber nur auf den ersten Blick, wie uns zwei charmante Damen auf der Terrasse aufklärten. So kamen wir doch noch zu der verdienten flüssigen Nahrungsaufnahme und mußten nicht verdursten. Wo sind bloß die Besucher geblieben, die uns sonst manchmal die Sitzplätze streitig machen? Alle im Pfingsturlaub? Oder arbeiten die heute womöglich? Die Muskeltiere wissen, dass man arg aufpassen muß, dass man nicht die ganze Zeit mit Arbeit verplembert ! Uns kann das nicht passieren, wir sind auf der Hut. Wir sind doch keine Rindviecher.

   

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