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Wieder
ist es heiss ohne Ende. Gesucht ist ein Weg im Schatten, möglichst mit einer
erfrischenden Brise -wenigstens ab und zu. Heute haben alle Viere eine
Kopfbedeckung dabei. Zur wichtigen Gehirnzellenschonung.
Da soll es noch einen Weg zum Naturfreudenhaus geben, den die Muskeltiere
noch nicht gewandert sind. Kann das denn sein? Es ist so. Das Kirnbachtal
wird links außen vor gelassen und ab durch die Mitte in ein schmales, fast
unsichtbares Tälchen, das trotz der wochenlangen Hitze noch Wasser führt.
Das Engenbachtal. Gut, dass uns kein Jäger begegnete, denn nach den
Erzählungen von Waldemar und Otmar ist mit dieser besonderen Gattung
Mensch in dieser Gegend nicht zu spassen. Richtige Horrormeldungen wurden da
in Erinnerung gerufen, mit Grußpflicht und Wildererverdacht und
Schußwaffengebrauch und und und...
Gerd und Roland sind froh, nochmal davongekommen zu sein. Außer einer
größeren Zahl Rindviecher sind wir
gottseidank kaum jemandem begegnet. Mit Erschrecken mußten wir feststellen,
dass das Naturfreudenhaus geschlossen schien - aber nur auf den ersten
Blick, wie uns zwei charmante Damen auf der Terrasse aufklärten. So kamen
wir doch noch zu der verdienten flüssigen Nahrungsaufnahme und mußten nicht
verdursten. Wo sind bloß die Besucher geblieben, die uns sonst manchmal die
Sitzplätze streitig machen? Alle im Pfingsturlaub? Oder arbeiten die heute
womöglich? Die Muskeltiere wissen, dass man arg aufpassen muß, dass man
nicht die ganze Zeit mit Arbeit verplembert ! Uns kann das nicht passieren,
wir sind auf der Hut. Wir sind doch keine Rindviecher.
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