Wanderung am 2. März 2006

Reichenbachtal - Naturfreundehaus

 

 

Eigentlich laufen die Wanderungen bei den Muskeltieren fast immer wie geplant ab. Aber dieses Mal sollte es anders sein. Der Jannis weilt in Griechenland, der Gerd hatte abgesagt  und den Roland hatte ein Virus erwischt (wir hoffen das dies nichts mit Vögeln zu tun hat). Otmar und Waldemar haben daraufhin beschlossen, die Wanderung ausfallen zulassen.

Doch dann hat der Gerd alles umgeworfen. Sein Termin hatte sich verschoben. Obwohl er erst nach 12 Uhr Bescheid gegeben hat, waren Otmar und Waldemar sofort bereit, die Wanderung anzutreten. Etwas verspätet zwar, um 13:30 Uhr, war Treffpunkt beim Köhler.

Zu dritt marschierten wir los. Doch schon am Ortsende stockte unser Schritt. Stand dort doch ein Entsorgungsfahrzeug, das seinen Rüssel über das Brückengeländer in den Bach gehängt hatte. Die Muskeltiere sind ja nicht neugierig, nein, sie wollen ja nur alles wissen. Darum stockten erst mal die Schritte, und es wurde gefachsimpelt: Wird dort etwas in den Bach eingelassen oder entnommen? Da keine eindeutige Gewissheit bestand, ging der Otmar zu den beiden Fahrzeugführen, um sich schlau zu machen. Sie erklärten, sie hätten einen Regenkanal gereinigt und lassen jetzt nur das Wasser hier ab. Man darf sich nichts Böses dabei denken, dass das Gerät in dem Moment abgeschaltet wurde, als die Männer uns bemerkten.

Da der Otmar Probleme mit seinem Mail-Empfang hat, sorgte dies erst mal für Gesprächsstoff. Auch der Streik im Öffentlichem Dienst, so wie Geheimakten des BND über den Irak, Vogelgrippe, unser besonderer Freund Bush so wie der gelungene Faschingsumzug in Reichenbach waren Themen, die für reichliche Unterhaltung sorgten.

Der heftig aufkommende Schneefall sorgte dafür, dass alle Reißverschlüsse zugezogen und die Kopfbedeckungen aufgesetzt wurden. Trotzdem sahen bald alle wie wandelnde Schneemänner aus. Wie in den letzten Berichten zu lesen war, hat jeder bis auf den Otmar bei der Glätte schon die Schildkrötenposition eingenommen. Auch diesmal hat der Gerd einige Ausfallschritte hingelegt, aber sich immer noch auf den Beinen halten können. Doch plötzlich ganz unerwartet hat es den Otmar erwischt. Gott sei Dank ist wieder nichts Ernstes passiert.

In Anbetracht der Schneeverhältnisse schlug der Waldemar vor, dass wir den Besen rechts liegen lassen und durch das Neubaugebiet zum Vereinsheim gehen. Obwohl die Sonne - kurz bevor das Freudenhaus erreicht wurde - vom Himmel lachte, erwies sich diese Entscheidung als richtig.

Auf dem Heimweg fegte ein eisiger Wind und der wieder einsetzende Schneefall setzte den drei Wanderern heftig zu. Trotzdem waren wir uns einig: Es war wieder ein schöner Nachmittag und die zwei Verhinderten haben etwas versäumt.

 

 

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