Wanderung am 6. April 2006

Überkingen Märzenbecher

 

 

Es gehört schon zur Tradition, daß die Muskeltiere im März ihren Ausflug nach Bad Überkingen machen, um sich an der Märzenbecherblüte zu erfreuen. Doch durch den langen Winter und das späte Erwachen der Natur wurde die Wanderung diesmal in den April verschoben.

Die Sonne lachte, als die vier Muskeltiere starteten. Der Jannis befindet sich zurzeit auf Kreuzfahrt. Schnell und sicher brachte uns der Waldemar nach Bad Überkingen. Vom Parkplatz aus ging es diesmal erst in den Ort hinein, um den Osterbrunnen, der am Ortseingang angekündigt wurde, anzusehen. Viele bunte Ostereier, die aus ausgeblasenen Eiern bestehen, waren dort zu Girlanden zusammen gebunden. Als Otmar mal probeweise leicht gegen ein Ei klopfte, bekam er gleich einen Verweis von einem Mitarbeiter des Verkehrsvereins.

 Nun wurde es aber Zeit sich auf den Weg zu machen. Bedingt durch den Abstecher zum Osterbrunnen wählten wir eine andere Anfangsstrecke. Dieser Weg erwies sich jedoch als interessantere Variante, da er durch die eigenartige Architektur verschiedener Villen und diverser Wasserläufe für Gesprächsstoff sorgte. Der Aufstieg war jedoch genauso steil wie bei der anderen Route. Als nach dem ersten Anstieg wieder der bekannte Weg erreicht war, stellte sich heraus, der Winter war noch nicht vorbei. Man hatte vom Tal aus schon erahnen können, das Wetter vom Vortag hatte etlichen Schnee hinterlassen. So stapften alle mühsam, ohne daß jemand jammerte (was ja sonst auf dieser Strecke üblich ist), den steilen Hang hinauf. Oben am Kahlenstein angekommen, öffnete dann der Waldemar seinen Rucksack und packte das obligatorische Bier aus. Damit das Bier nicht so trocken herunter gespült werden musste, zauberte der Otmar einen Flachmann aus seinem Rucksack. So gestärkt marschierte man weiter. Aber wo waren die Märzenbecher? Natürlich vor lauter Schnee keine Pflanzen zusehen. Von acht Damen, die uns mit dem Ausruf "hier sind die Märzenbecher" anlocken wollten, ließen wir uns aber nicht irritieren. Wie sich hinterher herausstellte guckten tatsächlich vereinzelt die Blüten durch den Schnee hervor.

Der Schnee hatte bei dieser Wanderung ganz andere Reize für uns Wanderer parat. An der Absprungschanze für Gleitschirmflieger blieben die Versuche, Lawinen ins Tal zu lassen quasi im Pappschnee stecken. Auch die anschließenden Bemühungen mit Schneebällen, die stecken gebliebenen Schneewalzen wieder in Bewegung zu bringen, missglückten. Dafür regten die Poabdrücke auf den Bänken am Aussichtshügel, zu diversen Diskussionen an.

Die Besichtigung der Kirche in Türkheim wurde diesmal ausgelassen und mit dem Abstieg sofort begonnen. Siehe da, je weiter man hinab kam, umso mehr Märzenbecher konnte man bewundern. 

Zum Abschluss der Wanderung fuhr der Audi vom Waldemar wie von selbst nach Auendorf zum Gasthof Hirsch. Dort übernahm unter sehr verhaltenem Protest der Roland die Bezahlung der Essen und Getränke.

 

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