Wanderung am 8. Juni 2006

 Hohenrechberg

 

 

Poing-Poing-Poing-Poing...... Gerds schnittiger 6-Zylinder machte eigenartige Geräusche! Aber ein Blick auf den Navigator und man lernt dazu. Dort steht: Die Person auf dem Beifahrersitz ist nicht angeschnallt!! Woher weiß der das? Und was weiß er sonst noch? Fingernägel nicht geputzt? Nasse Hose? Gerd schweigt: Er ist noch beim Studieren des zentimeterdicken Handbuchs seines neuen BMW.

Mit Hilfe des Navigators ist unser Ziel Wißgoldingen unter dem Stuifen schnell gefunden - aber jetzt erfahren wir auch im vorhinein genaue Entfernung, Zeitbedarf und vermutliche Ankunftszeit: Exakt an der Ortsgrenze hieß es dann: "Sie haben ihr Ziel erreicht".

Für die vier Muskeltiere geht's jetzt erst richtig los:  Auf Schusters Rappen wollen wir auch dieses Jahr wieder den Hohenrechberg besuchen. Dis Stätte von Otmars Malheur im letzten Jahr. Mal gucken, ob der Wirt und die Wirtin noch da sind, die Otmar mit erster Hilfe versorgten. Der Wirt ist tatsächlich noch da. Aber sein Leibesumfang hat sich mindestens verdoppelt. Es sieht so aus, als ob er sein bester Gast ist. Das Bier bzw. der Kaffee ist schnell da und der steilen Aufstieg hat für Durst gesorgt.

Waldemar war zurück von Ägypten. Wer den Tod nicht scheut, fliegt Hapag Lloyd, meinte er.  Alles war bestens - aber wenn ein falsch geparktes Auto an einem Hotel wegen Terrorverdacht nach ein paar Tagen einfach so weggesprcngt wird, mutet das schon seltsam an. Bei der deutschen Bürokratie hätte der auf jeden Fall vorher einen Strafzettel bekommen. Nun, wenigstens wurde Waldemar von Montezumas Rache verschont.

Was die Köpfe heute beschäftigt sind die Milliarden Mehraufwand durch Harz IV gegenüber der früheren Sozialhilfe. Ein Faß ohne Boden -  und die Kassen des Bundes, der Länder und Gemeinden sind leer. Der neue SPD-Parteivorsitzende Beck weiß sich offensichtlich nicht mehr zu helfen. Er bittet, die Leute, sollen doch nicht alles in Anspruch nehmen - auch wenn es ihnen zusteht. Aber die genügsameren wären dann ja bestraft. Wie sagte schon Ulrich Wickert: "Die Ehrlichen sind die Dummen". Das ist nicht der Weisheit letzter Schluß. Unsere Politiker sollten gescheitere Lösungen anbieten und auch handwerklich sauber arbeiten, dass nicht dem Mißbrauch Tür und Tor geöffnet sind. Müssen wir denn alles selber machen, brummen die Muskeltiere. Wo wir sind, läuft alles falsch, aber wir können doch nicht überall sein.

 

 

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