Wanderung am 29. Juni 2006

 Kirschenwanderung Neidlingen

 

 

Wie letzte Woche waren auch heute die Muskeltiere nur zu dritt unterwegs. Gerd hat sich in Richtung Ostsee abgemeldet und genießt dort hoffentlich ein schönes Wetter. Während Teile des Südens Deutschlands von gewaltigen Unwettern heimgesucht werden. Hagelkörner so gross wie Tennisbälle oder gar wie Äpfel soll es gegeben haben. Zum Glück nicht im engeren Dunstkreis der Muskeltiere, denn es wäre zum einen für die Muskeltiere gefährlich gewesen, zum anderen hätte es möglicherweise genau die Kirschbäume der Region erwischt, die von den Muskeltieren planmäßig um diese Jahreszeit heimgesucht wird. Die Region um Neidlingen. So standen dir Kirschbäume in voller Pracht da und warteten nur darauf, erleichtert zu werden. Was auch geschah. Die Wanderstrecke war fast dieselbe wie im Vorjahr, so daß bereits einschlägige Erfahrung vorhanden war, wo gute Ernte zu erwarten war. Die Kirschen in Nachbars Garten schmecken nach den Erkenntnissen unserer Urväter immer am besten. Im Unterschied zum Vorjahr war bei allen jedoch eine gewisse Mäßigung festzustellen. Schließlich sollten ja keine körperlichen Nachwirkungen auftreten. A propos: Zu Nachwirkungen fragen sie ihren Arzt oder Apotheker - heißt immer in der Werbung. Manchmal wollte man aber beide lieber erschlagen. Sie haben oft eine Meinung, aber keine Ahnung.

Die Politik konnte heute zwangsweise nur gestreift werden, denn mit vollem Mund kann man einerseits schlecht reden. Und andererseits mußten wir feststellen, dass unsere Politiker ebenfalls zu den meisten Themen zwar eine Meinung, aber leider keine Ahnung haben. Und so werden wir weiter mit oberfaulen Kompromissen, einer neuen Gesundheitssteuer und anderen Dämlichkeiten leben müssen. Und mit Ulla Schmidts mäandernen Worthülsen und ihrem Singsang. Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie mal war.

Es gibt einen Mann, der trägt seine Frau jeden Tag über die Schwelle. Aber sie kommt immer wieder rein. Wenn wir unsere Politiker raustrügen wäre das die gleiche Sisyphosarbeit. Sie kämen auch immer wieder zurück um uns zu plagen. Auch der Obergrüne Joseph Fischer, der sich gerade in die USA verabschiedete, wird schneller wieder da sein, als wir es uns wünschen. Wenn wir Glück haben, wird es aber von niemand bemerkt.

 

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