Wanderung am 11. Juli 2006

 Zipfelbachschlucht

 

 

Das Wasser floß in Strömen. Einerseits als Zipfelbach die Schlucht hinunter, andererseits als Schweiß von den Stirnen der vier Muskeltiere. Wir dachten an Jannis, der jetzt im fernen Griechenland gemütlich im Schatten auf seinem Schaukelstuhl sitzt und etwas kühles vor sich hat. Und wir müssen steil und schwitzend hinauf zum Randecker Maar!! Zum Glück hatte Waldemar eine Flasche Sprudel dabei, so konnten wir auch was durch die Kehle fließen lassen.

Otmar hat sich unterwegs intensiv mit dem Zipfelbach beschäftigt. Steine gewälzt, Wasserrinnen geputzt und den Wasserverlauf ingenieursmäßig korrigiert. Seine Arbeit faszinierte uns Bankbesitzer. Wir hätten noch stundenlang zuschauen können.

Nach dem mühsamen Aufstieg wollte Roland eine Abkürzung machen oder wenigstens im Otto-Hofmeister-Haus eine (Trink-)Pause einlegen, aber alle anderen hatten sich verschworen. Und da halfen auch keine Argumente. Vielleicht wenn er die beiden ansehnlichen Argumente der Julia Roberts hätte vorzeigen können. Aber sein Zusatz-Argument war nur eine leichte Wölbung vorne hinter dem Gürtel - nicht so attraktiv, als dass er damit überzeugen konnte. Und seine verbale Auseinandersetzung war untauglich - es war einfach zu heiss dafür. Roland bleib Optimist - man darf die Dinge einfach nicht so tragisch nehmen wie sie sind. Spätestens im Rössle in Ochsenwang würde er Erfolg (Sitzplatz und Bier) haben. So war es auch.

Dort beschäftigte uns auch die derzeitige politische Landschaft. Die CDU rutscht in der Gunst der Menschen in Deutschland ab ins bodenlose. Kein Wunder bei der Buhlschaft Merkels mit Münte. Und die handwerklichen Fehler bei den Gesetzesänderungen nehmen laufend zu. Aber angesichts der Ewigkeit und der Weite des Universums darf man sich durch solche Flachwurzler nicht aus der Ruhe bringen lassen. Da hat Jürgen Klinsmann es richtig gemacht. Und Beckenbauer, Breitner und Hoeness und allen anderen Besserwissern und Heckenschützen, die ihn laufend kritisiert haben, die lange Nase gezeigt. Er läßt sich nicht mehr ärgern, sondern will sein Leben geniessen. So die Muskeltiere.

 

 

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