Wanderung am 17. August 2006

Geislingen - Felsental und Madental

 

 

Zu den Klängen des Gefangenenchors aus Nabucco von Giuseppe Verdi chauffierte uns heute Gerd in seiner Luxus-Limousine. Mit dem Navi war das Finden von Eybach hinter Geislingen kein Problem. So ein Gerät ist schon sehr komfortabel - kann man sich doch voll auf den Verkehr konzentrieren und muß keine Straßenschilder suchen. Allerdings würden Waldemar und Otmar auch als lebendige Navis durchgehen, zumindest im Einzugsbereich der Muskeltiere.
Aber zu Fuß  ohne Navi suchten wir den "Einschuß" ins Felsental erstmal vergeblich, dabei waren wir schon mal hier - allerdings vor zwei Jahren. Unsere Gehirne sind halt auch nicht mehr das, was sie nie waren.
Der Anstieg im malerischen, engen Felsental war lang und beschwerlich. Wir dachten an Jannis und seine kritischen Kommentare bei solch einer Tortur. Aber wir schauten nach vorne, alles andere war schließlich primär. Und endlich kam auch die Hochebene in Sicht mit ihren ausgedehnten Getreidefeldern. Das erinnerte uns eher an die LPGs im Osten und nicht an schwäbische Kleinbauern. Dummerweise war der Ochsen in Waldhausen geschlossen. Aber in äußerster Not kann man auch mal Wasser trinken und Waldemar hatte daran gedacht und extra eine grosse Flasche mitgeschleppt.

Beim Betrachten der zahlreichen Windräder in der Gegend - 21 hatten wir gezählt - fanden wir deutliche Parallelen zu Arbeitern auf deutschen Baustellen. Zwei schaffen, der Rest steht herum. So die Windräder.

Der Abstieg im Magental war weniger anstrengend, aber dafür umso abenteuerlicher. Feucht, rutschig, eng und lang. Am Ende waren alle waren erschöpft, nur die Aussicht auf die berühmten Schnitzel im Hirsch in Auendorf hielt uns bei Bewußtsein. Und die Schnitzel dort hielten, was sie versprachen. Im Gegensatz zu unseren Politikern.

 

 

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