Wanderung am 26. Juni 2008

Naturfreundehaus

 
Diesmal war sehr wenig los im Naturfreundehaus. Kurz nach drei Uhr waren wir schon da - und es kamen auch nicht mehr viel weitere Gäste. Eine Ziege spazierte außerhalb ihres Gatters und vergnügte sich an Blumen. Unerschrocken sorgte Waldemar dafür, dass sie wieder zu ihren Artgenossen hinter den Zaun kam. Vögelmeister Otmar versorgte uns mit aktuellem Wissen aus dem Reich der Vögel. Sein Rotschwänzchen - oder wars ein Rotkehlchen - hat schon wieder Junge. Das war Anlaß, dem Vogelkonzert zu lauschen. Unwahrscheinlich, welche Stimmgewalt sogar die kleinsten Vögel haben und welche Vielfalt der Töne, die sie hervorbringen. Da könnte sich mancher Politiker eine Scheibe abschneiden. Gabriel, der Dicke, zum Beispiel - oder Tiefensee, der Kahle. Hier hören wir meist nur blah-blah. Reden ist Schweigen, Silber ist Gold - oder so ähnlich. Hilflos sehen sie der Energiepreisentwicklung zu. Sie tun, was sie können - das ist es ja eben. Verbaler Feinstaub! Was wäre es für ein Segen, wenn wir die Ohren so zuklappen könnten, wie die Augen.

Die Intelligenz der Tiere hat uns schon öfters beschäftigt - auch diesmal wieder, als uns prompt zwei Gäule samt Reiterinnen entgegenkommen. Alle leben zwar unter dem gleichen Himmel, haben aber nicht den gleichen Horizont. Den Gäulen scheint es nichts auszumachen - aber kein Schwein läßt auf sich reiten. Von einem Huhn ganz abzusehen.

Fünf Tage noch - sagt Otmar. Er freut sich auf die Rückkehr seiner Franziska aus der Reha. Gerade hat er sich an seine neuen Freiheiten gewöhnt, aber die hat auch Kehrseiten. Er hat einige Kilos abgenommen, und freut sich auch darüber.

Alle freuen sich, daß es nächstes Mal in die Kirschen geht!

RF

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