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Wieder einmal
wurde wettermäßig ein anderes Ziel als geplant anvisiert. Nur war diesmal
nicht der Regen schuld sondern die Sonne und die schwüle Hitze. Kurz
entschlossen wählten wir den schattigeren Weg zum Naturfreundehaus. Das
Hasenhäuschen in Hochdorf läuft uns ja nicht davon.
Unseren Waldemar
plagten Rückenbeschwerden, weshalb er diesmal leider nicht mit wandern
konnte. So machten wir drei restlichen uns auf den Weg. Da unsere Politiker
sich ja im Urlaub befinden, gab es über Politik zurzeit nicht viel
Diskussionsstoff. Doch boten uns die anderen Lieblingsthemen wie Umwelt, PC,
Technik usw. genügend Gesprächsstoff. Obwohl die Strecke bis auf einen
heftigen Anstieg nicht so anstrengend ist und wie gesagt die Gespräche nicht
so hitzig waren, waren wir bald durchgeschwitzt und durstig.
Da waren ein mal
drei Viehtreiber (nicht zu verwechseln mit den Muskeltieren), die wanderten
durch die Wüste. Einer besaß ein Rind, einer eine Kuh und einer einen Wagen.
Alle hatten einen fürchterlichen Durst. Als musste Wasser geholt werden. Der
Besitzer des Rindes sagte: „ wenn ich mein Rind alleine lasse, kommt
womöglich ein Löwe und frisst mein Rind“.
Der Besitzer der
Kuh meinte: „ wenn ich mein Kuh alleine lasse, lauft sie womöglich weg und
verirrt sich“. Der Besitzer des Wagens wollte auch nicht gehen, da er Angst
hatte das seine Ladung gestohlen wird. Also beschlossen sie alle drei Wasser
holen zugehen.
Als sie wieder
zurückkamen, hatte das Rind die Kuh begattet. Die Kuh hatte darauf hin ein
Kälbchen geworfen. Das Kälbchen hatte die Wagenladung aufgefressen. Wem
gehört jetzt das Kälbchen?
Am
Naturfreundehaus angekommen waren alle Plätze innen von einer
Trauergesellschaft belegt. Auch Außen waren gerade noch für uns drei Plätze
im Schatten frei. Aber Getränke waren Gott sei Dank noch genügend und sofort
zubekommen.
Da man mit den
anderen Gästen sehr eng zusammen saß, war es unvermeidlich die Gespräche
dieser Nachbarn zu verfolgen. Vor allem einer der Gäste tat sehr lautstark
seine Meinung über Rente, Energiekosten, allgemeine wirtschaftliche Lage
usw. kund. Aber am meisten lamentierte er darüber, dass sich der
Justizminister Goll einen gebrauchten Ferrari für 100.000 Euro gekauft hat.
Dabei besitzt er schon einen Porsche, eine Harley-Davidson und ein schweres
BMW Motorrad. Wir konnten uns bei diesen Äußerungen des Öfteren das
Schmunzeln nicht verkneifen. Doch nach einiger Zeit wurde das Bild Zeitung
Gerede dann doch langweilig und wir beschlossen den Heimweg anzutreten.
GS
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