Wanderung am 31. Juli 2008

Naturfreundehaus

 

Wieder einmal wurde wettermäßig ein anderes Ziel als geplant anvisiert. Nur war diesmal nicht der Regen schuld sondern die Sonne und die schwüle Hitze. Kurz entschlossen wählten wir den schattigeren Weg zum Naturfreundehaus. Das Hasenhäuschen in Hochdorf läuft uns ja nicht davon.

Unseren Waldemar plagten Rückenbeschwerden, weshalb er diesmal leider nicht mit wandern konnte. So machten wir drei restlichen uns auf den Weg. Da unsere Politiker sich ja im Urlaub befinden, gab es über Politik zurzeit nicht viel Diskussionsstoff. Doch boten uns die anderen Lieblingsthemen wie Umwelt, PC, Technik usw. genügend Gesprächsstoff. Obwohl die Strecke bis auf einen heftigen Anstieg nicht so anstrengend ist und wie gesagt die Gespräche nicht so hitzig waren, waren wir bald durchgeschwitzt und durstig.

 

Da waren ein mal drei Viehtreiber (nicht zu verwechseln mit den Muskeltieren), die wanderten durch die Wüste. Einer besaß ein Rind, einer eine Kuh und einer einen Wagen. Alle hatten einen fürchterlichen Durst. Als musste Wasser geholt werden. Der Besitzer des Rindes sagte: „ wenn ich mein Rind alleine lasse, kommt womöglich ein Löwe und frisst mein Rind“.

Der Besitzer der Kuh meinte: „ wenn ich mein Kuh alleine lasse, lauft sie womöglich weg und verirrt sich“. Der Besitzer des Wagens wollte auch nicht gehen, da er Angst hatte das seine Ladung gestohlen wird. Also beschlossen sie alle drei Wasser holen zugehen.

Als sie wieder zurückkamen, hatte das Rind die Kuh begattet. Die Kuh hatte darauf hin ein Kälbchen geworfen. Das Kälbchen hatte die Wagenladung aufgefressen. Wem gehört jetzt das Kälbchen?

 

Am Naturfreundehaus angekommen waren alle Plätze innen von einer Trauergesellschaft belegt. Auch Außen waren gerade noch für uns drei Plätze im Schatten frei. Aber Getränke waren Gott sei Dank noch genügend und sofort zubekommen.

 

Da man mit den anderen Gästen sehr eng zusammen saß, war es unvermeidlich die Gespräche dieser Nachbarn zu verfolgen. Vor allem einer der Gäste tat sehr lautstark seine Meinung über Rente, Energiekosten, allgemeine wirtschaftliche Lage usw. kund. Aber am meisten lamentierte er darüber, dass sich der Justizminister Goll  einen gebrauchten Ferrari für 100.000 Euro gekauft hat. Dabei besitzt er schon einen Porsche, eine Harley-Davidson und ein schweres BMW Motorrad. Wir konnten uns bei diesen Äußerungen des Öfteren das Schmunzeln nicht verkneifen. Doch nach einiger Zeit wurde das Bild Zeitung Gerede dann doch langweilig und wir beschlossen den Heimweg anzutreten. 

 

GS

 

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