Wanderung am 4. September 2008

Hasenverein Deizisau

 
 
Wie schon mehrmals dieses Jahr, war das Wanderziel anders als geplant. Es ging also nicht ins Zipfelbachtal, sondern nach Deizisau. Ja ja in Deizisau da ist der Himmel blau, so heißt es im Lied vom Gotthilf Fischer. Doch die Muskeltiere sind nicht so leichtgläubig, darum hatte jeder einen Regenschirm in der Hand. Wie sich später herausstellte war das auch gut so.

Der Otmar hatte seine Kutsche auf Hochglanz gebracht. Den Pferden die Sporen gegeben und mit Volldampf durch die Wagnerstraße in die Weinbergstraße gesaust. Doch konnte er, ob wohl er heftig an den Zügeln zerrte, sein Gespann nicht zum halten bringen und raste an dem verdutzten Waldemar vorbei. Zum Glück hatte er alles wieder unter Kontrolle, so dass er bei den wartenden Roland und Gerd anhalten konnte. Als Roland und Gerd vorschlugen nachdem Umdrehen, der Otmar solle doch nochmals am Waldemar vorbeifahren und erst ein paar Meter weiter halten, wurde dies kategorisch abgelehnt. Da aber Roland und Gerd die Herrschaftssitze im Fond eingenommen hatten, musste der Waldemar auf der Bank neben dem Kutscher Platz nehmen.

Am Parkplatz vom Hasenheim in Deizisau angekommen richtete sich sofort der Blick auf die Gaststätte. Der Urlaub war vorbei und es war gesichert, dass wir hier nach der Wanderung unseren Durst stillen konnten.

Gerd erzählte von seinem Urlaub und wie billig alles in Ostfriesland sei. Waldemar berichtete über den Hauskauf seines Sohnes. Bei der Politik war natürlich die Kandidatin der amerikanischen Republikaner Sarah Palin ein Thema. Auch die große Show der Naturwunder mit Ranga Yogeshwar vom Vortag im Fernsehen bot viel Gesprächsstoff. Was bewirken Vorurteile? Am Beispiel Blondinen wurde folgender Versuch durchgeführt: Mehrere weibliche, blonde Personen lud man zu einem Test ein. Vor dem Test bekamen die Kandidatinnen Witze, die sie lesen mussten. Die Hälfte bekamen Blondinenwitze und die anderen normale Witze. Nach dem Lesen begann der Test. Das Ergebnis sah so aus. Die Damen. die vorher die Blondinenwitze gelesen hatten, waren im Durchschnitt schlechter als die anderen. Die Erklärung ist, dass im Unterbewusstsein bei der ersten Hälfte der Testpersonen das Vorurteil, ich bin blond, ich bin blöd, suggeriert wurde. 

Nach soviel Gesprächsstoff waren wir froh unsere Kehlen im Hasenheim schmieren zu können. Der Rolli brachte uns auch gleich kühle Getränke. Für die hungrigen Mägen wurde auch gesorgt. Schnitzel und Wurstsalat wurden auf Wunsch serviert. So gestärkt lieferte uns danach der Otmar wohlbehalten zu Hause ab. 

GS

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