Wanderung am 11. September 2008

Bürgerseen Kirchheim

 
 
Dank Gerds Navi fanden wir den versteckten Parkplatz in Dettingen ruck-zuck. Eine schöne Erfindung, wenn man von einer angenehmen Frauenstimme so durch die Landschaft gelenkt wird. Wie lange wird es wohl dauern, bis jeder 08/15-Wanderer auch mit Navi herumspaziert? Sicher nur eine Frage der Zeit. Wir Muskeltiere brauchen das aber nicht. Wir haben den Otmar, der stets die richtige Route findet. So auch diesmal.

Die Weltpolitik konnte uns heute nicht viel anhaben. Kurt Beck hat am Sonntag wütend den Bettel hingeschmissen. McCaine hat eine hübsche Vizekandidatin ausgeguckt. Obamas Chancen sinken. Monster-Wirbelstürme toben durch die Karibik und England ertrinkt in heftigem Regen. Und siebter Jahrestag des islamitischen Angriffs auf das World-Trade-Center. Aber heute war uns alles ziemlich wurscht. Es war viel zu heiß, um ernsthafte Gespräche zu führen. Die Kehle trocknete aus. Gottseidank war gleich am Anfang der Bürgerseen eine  Gartenwirtschaft, wo wir den größten Durst löschen konnten. Die gutbesuchte Kneipe war zwar klein, aber die Auswahl war riesig. Jede Menge Schilder mit den vielfältigsten Angeboten. Uns aber stand nur der Kopf nach Oktoberfestbier. Wenn nur die Bedienung etwas flotter gewesen wäre. Aber wir Arbeitslose haben ja Zeit, wie die zahlreichen anderen Arbeitslosen, die hier herumlungerten - wie wir.

In den Bürgerseen tummelten sich neben Enten auch eine beachtliche Anzahl von Badehosen und Bikinis. Und über den Bürgerseen schwebten einige Kleinflugzeuge, die auf der nahen Hahnweide Starten und Landen übten. Was war noch bemerkenswert? Jede Menge Pilze im benachbarten Wald. Die Schindereiche, die Start und Zielpunkt war: Über 500 Jahre alt, 30 Meter hoch und mit einem Stammumfang von 5 Metern. Also 5 mal mehr als der durchschnittliche Bauchumfang eines Muskeltieres. Aber wir sind ja auch nur einen Bruchteil so lang wie die Eiche hoch.

Der Wirt vom Hasenheim freute sich über unser Erscheinen in der sonst leeren Wirtschaft. Aber mittags, so meinte er, war wieder der Teufel los. An die sechzig Tagesessen und dann kamen noch die Einschüler zu Kaffe und Kuchen. Und die neue Bedienung wurde von ihm belehrt, daß wir als gute Stammgäste ein Schnitzel bekommen, auch wenn es noch vor 17.00 Uhr ist. Gut so!

RF

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