Wanderung am 27. August 2009

Hochdorf

 

Heute war der Tiroler angesagt. Da es sehr heiß und Gerd etwas angeschlagen war, wurde der kürzere Weg am Fischteich durch den Wald gewählt. Natürlich waren unsere ersten Gedanken und Gespräche bei unseren beiden Kranken. Der Otmar hatte seine Operation. Vom Waldemar erzählte der Gerd, dass er ins Bayrische gefahren sei. Was sich im Nachhinein aber als Falschmeldung heraus stellte. Selbstverständlich legten wir auch für unsern Joanis eine Gedenksekunde ein. Da es von unterwegs nichts Besonderes zu berichten gab, außer dass wir bei der Ankunft im Hasenhäusle mit laut starkem Hallo vom Werner, Gerds ehemaligem Mitarbeiter, begrüßt wurden. Von ihm erfuhren wir, dass seit dem der Ochsen in Rosswälden geschlossen hatte, er kaum noch zum Tiroler komme. Außerdem würde der Stammtisch auch nicht mehr bestehen.
Der Werner war vor kurzem in Skopau im Osten von Deutschland. Dort hatten er und der Gerd nach dem Krieg ihre frühe Kindheit verbracht. Jedoch haben die beiden sich erst hier bei ihrer Arbeit kennen gelernt. Durch seinen Besuch in Ostdeutschland drehte sich daraufhin das Gespräch natürlich auch um diese Region. Von dort nach Berlin war im Gespräch kein weiter Weg. Da Roland als Student eine Zeitlang in Berlin war und vor ein paar Jahren in Berlin ein paar Tage verbracht hatte, ergab dies einen ausgiebigen Erinnerungsaustausch. Vor allem über die Veränderungen am Potsdamer Platz. Auch wenn dort kaum noch was wieder zu erkennen ist, steht noch die erste Verkehrsampel in Deutschland dort. Sie wurde im Jahr 1929 in Betrieb genommen. (http://www.panoramio.com/photo/1913679) Es ist ein ca. 3 Meter hohes Gebäude, das auf jeder Seite Lampen besitzt. Diese dienten zum Regeln des Verkehrs. Außerdem ist sie mit einer Kabine versehen, für einen Schutzmann. Die Ampel steht heute nur noch als Touristenattraktion da.
Auch das Sommertheater war natürlich ein Gesprächsstoff.  Anscheinend sind Themen über Speisen, Getränke, Gutachten, und Fahrten mit dem Dienstwagen so wichtig, das der Haushaltsausschuss darüber beraten musste. Theodor von Gutenberg wurde wegen der Vergabe  für eine Gesetzesvorlage, an die Anwaltskanzlei Linklaters zur Bankensanierung, vorgeladen. Auch mit Ulla Schmidts  Dienstwagennutzung im Urlaub und  Angela Merkels Abendessen für Bankchef Ackermann waren auf der Tagesordnung. Da wird für ein paar Tausend Euros ein riesiger Aufstand gemacht. Lieber sollte auf die gewaltigen Haushaltslöcher und andere politisch brisanten Themen geschaut werden, als auf so ein paar Peanuts.
Dafür wird jetzt vom wirtschaftlichen Aufschwung und mehr Wachstum berichtet. Sicher, wenn alle Kurse im Keller sind, kann ja die Kurve irgendwann nur nach oben umbiegen. Aber damit ist das Niveau von vorher noch lange nicht erreicht. Vor allem wenn nach Beendigung der Konjunkturmaßnahmen die Aufträge zurück gehen, bleibt abzuwarten, wie es dann aussieht.
Nach dem wir uns mit kühlen Getränken erfrischt hatten, rief der Roland seine Anne an. Damit sie uns im Holderbett abholen sollte. So marschierten wir dann dorthin, und Roland zeigte dem Gerd, wo er die letzten Wochen mit viel Arbeit seine Zeit verbracht hatte. Anschließend traten wir dann komfortabel auf vier Rädern die Heimfahrt an.

GS

             HOME                               Berichte-Übersicht                          nächster Bericht