Wanderung am 1. Oktober 2009

Hegenlohe Schurwaldbesen

 

Wein aus dem Remstal und der beste Rostbraten, was bedeutet das für uns? Natürlich, der Besen in Hegenlohe hat wieder geöffnet. Die Zeit der Entzugserscheinungen ist vorbei. Auch wenn die Zahl der Muskeltiere diesmal „noch!!!“ auf zwei dezimiert ist, galt es, es kann kein anderes Ziel geben. Also machten sich die beiden, den Lesern sicher inzwischen bekannten aktiven Personen dieser Berichte, auf den Weg in Richtung Reichenbachtal. Forschen Schrittes, ohne rechts und links zuschauen (natürlich die Schönheiten am Wegesrand wurden mit Ihren hervorstechenden Eigenschaften nicht ignoriert) ging es los. Doch bald hieß es wollen wir heute alle Rekorde brechen? Aber nein, das nächste Mal ist unser seit Mai Schaukelstuhl verwöhnter Griechenlandurlauber wieder dabei. Darum müssen wir uns auf ein gemächlicheres Tempo umstellen. Denn schließlich dürfen wir ihn beim ersten Mal nach seiner langen Auszeit nicht gleich so arg erschrecken. Als Alternative wäre natürlich auch eine Sänfte mit mehreren hübschen Trägerinnen eine Lösung. Aber angesichts der riesigen Staatsverschuldung, wissen wir nach der Wahl noch nicht was Guido und Angie uns für Rechnungen präsentieren werden. Darum ist diese Möglichkeit utopisch. Also bleibt nur kleine Schritte vor oder auch mal ein Schritt zurück.

Aber diesmal gab es noch nur Vorwärtsschritte. Auch als an der Brücke bei der Bannmühle plötzlich ein Schild auf dem Weg stand: „Betreten der Brücke verboten! Lebensgefahr!“ Nein, es wurde der Gefahr getrotzt. Mutig ging es weiter und die Brücke hielt stand. Auf dem weiteren Weg entdeckten wir, dass einige Veränderungen stattgefunden hatten. So waren solide neue Bänke zum Ausruhen aufgestellt worden. Auf der ersten Bank lachte uns einladend eine Flasche Bier entgegen. Aber leider ohne Inhalt. Aber trotzdem haben wir ein Probesitzen vorgenommen. Unser Urteil fiel positiv aus. Außerdem hat man in den Bachläufen, vor den Rohrdurchflüssen, Wehre aus Baumstämmen errichtet, die das Treibgut zurückhalten sollen.


     

Den Nussbäumen, kurz vor Thomashardt, galt unsere besondere Aufmerksamkeit. War doch erst kürzlich durch die Presse gegangen, dass die Walnussfruchtfliege an den Früchten große Schäden anrichtet. Diese Fliege, die aus Nordamerika stammt, legt ihre Eier in die grüne Schale der Nuss ab. Die sich entwickelnden Maden ernähren sich aus dieser fleischigen Schale. Dadurch wird diese schleimig und klebt an der Nussschale. Das bewirkt, dass die Schale angegriffen und der Nusskern geschädigt wird. Obwohl nur vereinzelte Nüsse gefunden wurden, konnte Roland anhand von Stichproben keine Mängel feststellen.

Als wir dann am Besen ankamen, wurden wir mit großem Hallo von der Inge empfangen. Natürlich galt gleich ihre erste Frage nach den fehlenden Muskeltieren. Obwohl bis auf ein Pärchen niemand anwesend war, standen auf fast allen Tischen Reservierungskärtchen. Aber unser Stammplatz war erst für 20:00 Uhr vorbestellt. Alsbald gesellte sich unser Waldemar zu uns. Der diesmal ohne Schofför gekommen war. Nach dem wir uns gestärkt hatten, lies er es sich nicht nehmen, uns sicher nach Hause zu fahren.

GS

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