Wanderung am 15. Oktober 2009

Hegenlohe Schurwaldbesen

 

"Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert.“ Dieser Satz stammt nicht von Jannis, auch nicht von Gerd oder Roland. Trotzdem oder gerade deswegen hat er uns zu Beginn der Wanderung durchs Reichenbachtal beschäftigt. Da ist schon was Wahres dran, wenn auch überspitzt. Wie so ein Satz eine ganze Nation durcheinanderbringt ist schon erstaunlich. Die Muskeltiere sind da gelassener, denn sie wissen, von wem dieser Satz stammt: Original Thilo Sarrazin. Wie auch folgende:

„Nirgendwo schlurfen so viele Menschen in Trainingsanzügen durch die Straßen wie in Berlin“
"Die Beamten laufen bleich und übel riechend herum, weil die Arbeitsbelastung so hoch ist.“
"Wenn man sich das anschaut, ist das kleinste Problem von Hartz-IV-Empfängern das Untergewicht.“
"Hartz-IV-Empfänger sind erstens mehr zu Hause, zweitens haben sie es gerne warm, und drittens regulieren viele die Temperatur mit dem Fenster."
"Bayerische Schüler ohne Abschluss können mehr als unsere in Berlin mit Abschluss."
"Die Türken erobern Deutschland genauso wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate."
"Dumm, dümmer, PDS."

Die Muskeltiere sagen auch was sie denken! Und das belebt und erfrischt. Geistige Windstille ist nicht angebracht. Allerdings verlangsamen die Diskussionen manchmal unser Wandertempo. Besonders wenn Jannis` Kopf arbeitet, werden seine Füße langsamer oder kommen gar zum Stillstand. Wenn er dann noch Nüsse unterwegs knackt (geistige und reale !) gehen wir zum Schneckentempo über. Kein Wunder, dass heute Waldemar schon aufgeregt vor dem Besen stand und das Schlimmste befürchtete. Bis wir endlich ankamen.

Unser Stammplatz im Besen war zwar frei, aber für "zickige" Damen reserviert. Mit denen offenbar nicht gut Kirschen ernten ist. Bald kamen sie auch, sieben Damen, davon sechs Wassertrinker. Und das in einem Besen. Gute Nacht, Deutschland.

Mittlerweile müssen wir gar nicht mehr bestellen, Inge weiß was Männer wünschen. Was wir uns am meisten wünschen, kann aber die Inge nicht erfüllen. Nämlich, daß Otmar bald wieder wohlauf und in unserer Runde dabei ist. Jeder will was dazu beitragen- aber was und wie? So hilflos sind wir selten.

Nach dem obligatorischen Rostbratengenuß kümmert sich Dirk um uns. "Wie war er, ich mußte heute den Lieferanten wechseln?" Aber es gab keinen Grund zur Sorge. Er war wie immer phantastisch - der Rostbraten. "Nachher kommt noch ein Bus! Mit lauter mindestens 35jährigen - pro Bein versteht sich." Als der erste davon hereinkrabbelt, sehen wir, wie recht er hatte.

Und Dagmar war wieder da, frisch zurück aus den USA und voll von phantastischen Erinnerungen. Und sie ließ uns etwas teilhaben an ihrer großen Tour durch den Wilden Westen. Bis die Arbeit rief! Nächsten Donnerstag sind wir wieder zur Stelle und lassen uns wieder vom Dream-Team im Schurwaldbesen verwöhnen. Man gönnt sich ja sonst nichts.

RF

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