Wanderung am 22. Oktober 2009

Hegenlohe Schurwaldbesen

 

Wandern ist OK. Aber am besten nur von der Haustür bis zur Autotür. Anschließend über die asphaltierten Straßen bis zum Parkplatz beim Besen. In den Besen. Dort Inge, Dagmar und Dirk mit Küsschen (Dirk selbstverständlich ohne) begrüßen. Zwei Viertele schlotzen, Rostbraten genießen, dumm raus schwätzen und in umgekehrter Reihenfolge wieder heimkehren. Das sind die Vorstellung und der Wunschtraum eines einzelnen Muskeltiers. Aber in Wirklichkeit denken die anderen ähnlich. Nur will dies keiner zugeben. Außerdem war diesmal der Manfred als Gastwanderer dabei. Ihm wurden vom Jannis erst mal die Regeln erklärt: Der Gast muss den Bericht über die Wanderung schreiben. Wer beim Wandern mehr als fünf Meter zurückbleibt wird in den nächsten tiefen Abgrund gestoßen, wo er ohne Gnade dahin scheiden muss. Doch zum Glück wurden diese Regeln nicht tatsächlich angewandt, denn sonst hätten wir in Zukunft an unser Muskeltier Jannis nur noch in Ehren gedenken können und an jedem Abgrund eine Trauerminute einlegen müssen. Natürlich ist zur Ehrenrettung vom Jannis zu vermerken, dass wir, um den Manfred zu beeindrucken, ein hohes Tempo eingeschlagen haben. Dem Roland und dem Gerd war auch klar, dass der Jannis, mit Rücksicht auf den Manfred, sich zurück hielt. Denn es wäre ja sehr peinlich ohne unseren Gast vom Wandern heim zu kehren.

Die Begrüßung im Besen fiel wie immer sehr herzlich aus, jedoch mussten wir zur Inge Abstand halten. Denn die Arme war derartig Grippe geschwächt,  was man Ihr auch ansah und an Ihrer Stimme sofort erkannte. Da frisches Brät geliefert worden war, musste der Dirk es zu Maultaschen verarbeiten. Deshalb konnte die Inge nicht das Bett hüten, sonst hätten die Gäste nichts zu essen bekommen. Mit unserem Rostbraten wäre es dann auch nichts gewesen.

Da nicht arg viele Gäste da waren, hatte die Dagmar auch etwas mehr Zeit. So konnte sie uns noch viele Details von Ihrer großen Amerikareise berichten. Natürlich war das Programm, das sie mit ihrem Mann absolviert hat, riesengroß und sie würde gerne nochmal hin um einzelne Sachen intensiver zu erkunden.

Auch die Inge fand etwas Zeit um mit uns zu plaudern. Dabei erzählte sie, dass sie am Vortag den Otmar getroffen hätte.In diesem Zusammenhang kam das Gespräch auf seinen runden Geburtstag, den er demnächst feiert. Dabei erfuhren wir dann auch wann die Inge Geburtstag hat. Spontan wurde beschlossen, dass wir an dem Tag außer der Reihe in den Besen gehen. Aber es stellte sich heraus, dass der Tag ein Dienstag ist und somit Ruhetag.

Beinah als selbstverständlich haben wir es angesehen, daß der Waldemar (diesmal nur noch mit einer Krücke) zu uns stieß. Wobei er gegen seine Gewohnheit diesmal auf seine Schlachtplatte verzichtete und auch einen Rostbraten bestellte. Er fuhr uns auch diesmal wieder komfortabel und sicher nach Hause. Was dann dem vorher beschriebenen Wunsch zumindest in der umgekehrten Reihenfolge entsprach.

 

GS

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