Wanderung am 21. Januar 2010

Hasenheim Hochdorf

 
Wer läuft so schnell durch Nacht und Gewitter, es sind die Muskeltiere auf der Suche nach einem Liter. Und einem Schnitzel. Was tut man nicht alles dafür. Sogar laufen, obwohl das mit dem Auto viel leichter wäre. Manchmal träumen wir davon. Aber am Ende setzt sich immer der gesunde Menschenverstand durch und wir gehen zu Fuß auf die Strecke.  Diesmal lockte das Bier im Hasenheim. Und das Schnitzel.

Der Weg war besser wie erwartet, nur noch vereinzelte Schnee- und Eisreste behinderten uns. Mehr gestört hat uns unser neuer Außenminister, der in Nahen Osten durch sein Privatleben unnötig Aufsehen erregte. Muß das denn sein, fragten wir uns? Gottseidank hatten wir einige neue Witze dabei, und mit Humor läßt sich das besser ertragen. Ein Schnaps unterwegs hätte auch zur Milderung der Situation beigetragen. Aber daran hatte keiner gedacht. Wer auch? Gerd steht sowieso darüber - und neuerdings macht der Jannis einen Test: 14 Tage ohne Alkohol, praktisch eine Alkoholdiät. Danach spricht er mit seiner Leber. Mal sehen, was die ihm erzählt. Nach den 14 Tagen hat er exakt zwei Wochen verloren. Das ist sicher. Was sonst.

Im Mai kommt die Bullriders-Band in das Hasenheim, lasen wir am Eingang. Da geht`s dann beim jährlichen Hasenheim-Remmidemmi sicher hoch her. Heute war`s aber eher ruhig. Der Wirt hat uns ein Zwetschgenwasser serviert. Unerschrocken hat Jannis daraufhin mit seiner Leber über eine Ausnahmegenehmigung verhandelt und gewonnen. Die Frage, die uns intensiv beschäftigte, war dann: Holt uns der Waldemar ab oder nicht. Er hat die Wanderer in letzter Zeit ja gewaltig verwöhnt. Und hohe Maßstäbe gesetzt. Und damit stiegen die Erwartungen.... Da kein Gänseblümchen zum Ausrupfen für die Frage JA -  Nein zur Verfügung stand, haben wir einfach gewartet. Nach einiger Zeit meinte einer: " Wenn er nicht kommt, passiert das wieder, was das letzte Mal auch passiert ist".

Was das war?? Wir gingen da zu Fuß nach Haus! Nachdem auch die junge Bedienung aus Litauen nicht auftauchte, wurde unser Bangen immer größer. Hat der Waldemar einen direkten Draht nach Litauen? Wenn die nicht kommt, stehen unsere Chancen schlecht, sagten wir uns. Aber wir warteten weiter. Als es dann dämmerte, dämmerte es auch uns. Man kann nicht alles haben. Jannis hat auf dem Heimweg immerhin festgestellt, dass der "Hibiskus" in seinem rechten Knie noch da ist.

 

RF

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