Wanderung am 28. Januar 2010

Schurwaldbesen Hegenlohe

 

Wein und hervorragender Rostbraten, lockte uns? Alles klar! Der Besen in Hegenlohe hat wieder geöffnet! Natürlich ist da das Ziel vorprogrammiert. Unter dieser freudigen Erwartung machten sich Roland, Jannis und Gerd auf den Weg in Richtung Kirnbachtal. Aber schon am Ende der Weinbergstrasse stoppten die Schritte. Eine hübsche, junge Dame mit einem Schäferhund zog die Blicke auf sich. Als dann Gerd ganz locker die junge Frau mit Lydia ansprach und den Hund streichelte, wurde die Gelegenheit für einen kleinen Plausch, über den Hund, genutzt. Roland bemerkte, das auf dem Halsbandgeschirr Polizei in roter Schrift eingenäht war. Doch als er uns darauf aufmerksam machte, gefiel dies dem Hund anscheinend gar nicht. Mit Bellen und Knurren tat er dies sehr deutlich kund. Deshalb verabschiedeten wir uns auch bald. Mit forschen Schritten, trotz Schnee und eisigem Wind, stapften wir voran. Was sich als sehr kräftezehrend heraus stellte. Aber trotzdem wurde unterwegs nur einmal eine kurze Pause eingelegt.

 

Außerdem hielten die interessanten Gespräche uns davon ab, die erschlaffenden Glieder zu beachten. Der Jannis berichtete davon, dass er die Erinnerungen seines Lebens schriftlich niederlegen will. Als Gerd bemerkte, du willst also deine Memoiren schreiben, antwortete er, bescheiden wie er nun mal ist: „dafür bin ich nicht groß genug.“

Sehr wissenschaftlich wurde es als uns Roland die Pascalsche Formel erklärte. Das pascalsche Dreieck ist eine in Form eines gleichschenkligen Dreiecks geometrische Darstellung der Binomialkoeffizienten. Sie sind im Dreieck derart angeordnet, dass jeder Eintrag die Summe der zwei darüberstehenden Einträge ist. Gerd und Janis haben zwar genickt. Roland hat sofort mit seinem scharfen Verstand erkannt, die zwei wissen nicht, wovon ich spreche. Daraufhin versuchte er anhand von ein paar Löchern im Schnee die Formel zu erklären.

 

Ausgerechnet denjenigen aus dem kühlen Norden hat man jetzt dazu verdonnert über so ein heikles Thema zu berichten. Wo alle anderen aus weit südlicheren Gefilden stammen. Aber auch wir Fischköpfe (ich habe mir sagen lassen alles was von weiter nördlich als Stuttgart kommt ist ein Fischkopf) haben Kinder, Bei unserer Generation war es so: Früher träumten Teenager davon, Twennies hatten es. Heute erinnern sich viele von uns nur noch daran. Was kann das bloß sein? Natürlich was war und ist das größte Problem der älteren Generation? Offen über Sex zu reden. Aber das stimmt nicht, heute sind die meisten darüber erhaben. Dank Sexualkunde und der Pille sind die Hemmschwellen, über solche Themen zu sprechen gottseidank gefallen. Langer Rede kurzer Sinn, irgendwie kamen wir auf die Sterilisierung beim Mann zu sprechen. Da ich anderer Meinung als die anderen war, musste ich mich jetzt schlau machen. Im Internet habe ich nun folgendes gefunden:

 

In Deutschland lassen sich immer mehr Männer sterilisieren. Im Jahr 2006 waren nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe 2 Prozent der Männer im zeugungsfähigen Alter sterilisiert - 1992 waren es nur 0,5 Prozent gewesen. Die Männer ließen sich vorwiegend sterilisieren, um effektiv zu verhüten. Bei der Sterilisation des Mannes (Vasektomie) durchtrennt der Chirurg nur die Samenleiter, bei der Kastration dagegen werden die gesamten Hoden entfernt. Meist wird die Vasektomie ambulant in einer Arztpraxis durchgeführt. Die Sterilisation selbst ist ein relativ einfacher Eingriff. Die Rückseite des Hodensacks wird örtlich betäubt, die Samenleiter durchtrennt und die Enden verschlossen. Der kleine Schnitt wird zum Schluss zugenäht. Der gesamte Eingriff dauert etwa 20 Minuten. Noch mehrere Monate nach der Operation können befruchtungsfähige Spermien in der Samenflüssigkeit vorhanden sein. Sie überleben beispielsweise in der Samenblase. Deshalb untersucht der Arzt nach dem Eingriff mehrmals Proben des Ejakulats und überprüft den Operationserfolg. Bis das Ejakulat frei von Spermien ist, müssen Paare zusätzlich verhüten.

 

Auch wenn mir aufgetragen wurde, bei der nächsten Wanderung im Besen einen Vortrag mit Folien und Anschauungsmaterial zu halten, hoffe ich, dass dieser Bericht mich davor bewahrt. 

 

Im Besen angekommen begrüßte uns Inge dann mit "Hallo, da kommen meine Buben". Natürlich galt ihre erste Frage nach dem Befinden unseres Otmars und ob der Waldemar auch noch kommen würde. Als selbstverständlich wurde uns dann sofort ein Krug Wein gebracht. Sie erzählte uns dann von ihrem Urlaub in Mexico. Die Rundreise wäre ganz toll gewesen. Aber anschließend im Hotel wären keine deutschsprachigen Gäste gewesen. Da sie diesmal ganz alleine reiste, war das dann nicht so angenehm. Spontan kam darauf hin das Angebot, wenn sie wieder mal allein reiset, solle sie Bescheid geben. Die Muskeltiere würden sie begleiten. Dieses Angebot wurde aber als zu gefährlich abgelehnt. Jedoch, wenn unsere Frauen auch mit kommen würden, könne man das schon machen. Bald darauf erschien dann auch der Dirk. Von dem wir natürlich auch herzlich begrüßt wurden.

Bleibt bloß noch zu berichten, das unser Waldemar auch noch wie versprochen, zu uns stieß. Nach dem wir uns den köstlichen Rostbraten haben schmecken lassen, wurde es langsam wieder Zeit für den Heimweg. Der sich derart gestaltete, das wir vom Waldemar bis vor die Haustür chauffiert wurden.

 

GS

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