Wanderung am 11. Februar 2010

Schurwaldbesen Hegenlohe

 
Die Landschaft war weiß gepudert vom frischen Schnee, als die drei Gestalten am Schafhof loszogen. Mit Handschuhen und Mützen, aber ohne Krawatten. Denn die leben ja an solchen Tagen wie heute - dem "Schmotzigen Donnerstag" - nicht lange. Der suchende Ausblick nach dem großen (Polizei)Schäferhund und seiner hübschen Begleiterin, Gerds Bekannter,  war vergeblich - aber wir entdeckten ein neues hübsches Paar. Wobei die junge Dame deutlich gesprächiger war, als ihr junger Begleiter, auch ein Schäferhund. Ein guter Start, der aber noch gesteigert wurde, als Jannis bereits nach ein paar hundert Metern  einen Flachmann mit Ouzo aus seiner Jackentasche zog. Trotz der Stärkung zogen wir des hohen Schnees wegen die Abkürzung vor und ließen das Kirnbachtal links liegen. Die Autos auf dem Höhenweg hätten besser mal keine Abkürzung versucht, denn eines landete prompt im Graben.

Im Besen waren wir die ersten Gäste. Dirk und Dagmar gesellten sich gerne an unseren Tisch und wir erfuhren durch hartnäckiges Nachfragen interessante Details aus deren Vorleben. Auch Jannis konnte sich da nicht lumpen lassen und gab einiges aus seinem Vorleben preis. Dagmar vermisste unsere Krawatten. Wir versprachen ihr Finderlohn, wenn sie was anderes zum Abschneiden findet, aber sie ließ sich nicht zur Suche überreden. Wahrscheinlich dachte sie, es lohnt sich eh nicht.

Dass Griechenland pleite ist und damit für das derzeitiges Gesprächsthema Nummer eins in Brüssel sorgt, schien Jannis kaum zu berühren. Für ihn ist das kein Thema. Er kennt sich in Griechenlands Historie aus.: Die EU ist selber schuld, wenn sie sich blenden läßt und ihr Geld so verschleudert.  Und sowieso, die griechische Kultur ist 4000 Jahre alt und das Land hat schon ganz andere Zeiten überstanden, meinte er. Wo er Recht hat, hat er recht. Für Gerd und Roland ist das allerdings nicht Ouzo. Wir überlegten, Griechenland ein paar Daten-CDs aus der Schweiz zukommen zu lassen. Solche sollen ja Deutschland auch aus der Misere helfen. Aber wahrscheinlich hat unsere Oberhehlerin aus der Uckermark Angela Merkel diesen Tip eh schon an ihren Kollegen Giorgos Andrea Papandreou weitergegeben und damit ein paar Eulen nach Athen getragen.

Als sich am Nachbartisch acht Damen aus der Steinzeit bzw. dem Mittelalter platzierten zog es uns auf den Heimweg. Was dank Waldemars Erscheinen wieder mal ne Heimfahrt wurde.

 

RF

 

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