Wanderung am 18. Februar 2010

Hasenheim Deizisau

 

Der Waldemar hat bei Gerd angerufen, um zu sagen, dass er zwischen 1600 und 1630 Uhr im Hasenheim zu uns stoßen will. Jedoch hat die Frau vom Gerd das Gespräch entgegen genommen und dem verdutzten Waldemar erklärt: „ Mein Mann muss erst seine Arbeiten hier im Haushalt erledigen, bevor er wandern gehen darf.“  Dem Jannis ging es auch nicht besser. Sein Sohn hat gerufen: „Vater komm! Du musst kommen und meine Matratze beim Umzug in die neue Wohnung bringen.“ Aber wahrscheinlich war es nicht nur die Matratze, sondern der ganze Umzug, der erledigt werden musste. Da denkt man nun, der Arbeitsstress ist vorbei, weil man in Rente ist, aber weit gefehlt. Früher hat man nur einen Chef gehabt, heute gleich ganz viele. Die Frau hat eine ganze Liste. Sohn, Tochter, Schwiegersohn, Schwiegertochter, Enkel und sogar die Nachbarn, decken einen mit Arbeiten ein. Obwohl alle wissen, der Donnerstagmittag ist Muskeltier Wandertag. Gottseidank hat der Gerd seine Arbeit noch rechtzeitig erledigt, so dass Roland und er sich pünktlich um 1300 Uhr auf den Weg machen konnten.

Fasching ist vorbei. Auch der politische Aschermittwoch ist vorüber. Bei beidem musste „die Westerwelle“ ordentlich Schäm und Schande über sich ergehen lassen. Denn über Hartz IV Empfänger negativ, zu Urteilen ist unpopulär und nicht anständig. Natürlich gibt es einige, die es ausnützen von der Stütze zu leben. Aber die meisten wären froh, wenn sie mit Arbeit ihren Lebensunterhalt finanzieren könnten. Denn schließlich hebt das das Selbstbewusstsein. Auf der anderen Seite hat der Guido schon recht, wer arbeitet muss finanziell besser gestellt sein, als jemand der auf Kosten der Allgemeinheit lebt. Da wie gesagt Fasching vorbei ist, sollten die Verantwortlichen endlich auf hören sich gegenseitig zu verunglimpfen. Es wird Zeit, das in unserem Land mal wieder vernünftige Politik gemacht wird, statt denjenigen zu beschimpfen, der das sagt, was die meisten im Stillen denken. 

Als wir das Hasenheim erreichten, war auf dem Parkplatz kein Auto zu sehen. Auch an den Fenstern konnte man kein Licht erkennen. Unsere Bedenken, das geschlossen sei erwiesen sich gottseidank als falsch. Der Wirt erklärte uns, er habe Urlaubstage immer Anfang des Jahres, in den Pfingstferien und im September.

Wie versprochen gesellte sich dann auch bald der Waldemar zu uns. Als wir uns dann gestärkt hatten, kutschierte uns der Waldemar wieder mal zurück nach Reichenbach. Wo er uns sicher zuhause ablieferte.

GS

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