Wanderung am 29. April 2010

Hasenverein Deizisau

 

Wieder einmal waren sie zu dritt unterwegs. Ein Grieche, ein Schwabe und ein Deutscher. Forschen Schrittes marschierten sie die Weinbergstraße in Reichenbach hinunter. Doch plötzlich floss Blut. Kein Schuss war gefallen, kein Attentäter weit und breit. Auch waren die Drei nicht in Streit geraten. Aber trotzdem waren bald alle verfügbaren Taschentücher Blut durchtränkt, weil dem Gerd das Blut wie ein Brünnlein aus der Nase lief. Waren die Schlaglöcher in der Straße und der schlechten Zustand des Gehweges schuld? Wir wissen es nicht. Was ändert es  auch. Die Gemeinde hat kein Geld, um die vielen Schäden zu beseitigen. Auch wenn es vielleicht noch nicht so schlimm ist wie bei Papandreou, so fehlt auch hier hinten und vorne die nötige Penunze. Der Vorschlag für Griechenland, doch Inseln zu verkaufen, ist für die Schwaben genauso abwegig wie für die Griechen. Auf dem Schwabenmeer gibt es bekanntlich nur zwei Inseln. Die Mainau ist in festen Händen und die Reichenau würde nicht so viel bringen um alle Gemeinden zu sanieren.

Da ist der Vorschlag von der Bürgermeisterin Lucia Maria Herrmann aus Lichtenwald  gar nicht schlecht. Sie sieht es als große Chance, wenn Reichenbach und Lichtenwald fusionieren. Laut Berechnung würden nach einer Fusion Reichenbach und Lichtenwald 350 000 Euro mehr Steuern und Zuweisungen kriegen. Damit könnte man zwar nicht alle Löcher stopfen, aber bekanntlich macht Kleinvieh auch Mist.

Nach dem durch einen kleinen Umweg zu einem Drogeriemarkt neu Taschentücher besorgt wurden, konnte der Blutfluss ein gedämmt werden, so dass er allmählich versiegte. Der weitere Weg nach Deizisau, bei strahlendem Sonnenschein und ungewöhnlich hohen Temperaturen, bescherte keine weiteren Schwierigkeiten. Nur das Verlangen auf ein kühles Bier wurde immer größer. Doch nach dem das Hasenheim erreicht war, wurde vom Wirt schnell, als Gegenmittel für die ausgetrockneten Kehlen, jedem ein kühles Bier serviert.

Bald drauf gesellte sich auch der Waldemar zu der Dreierrunde. Bei Wurstsalat, Getränken und anregenden Gesprächen genossen die Vier, auf der Terrasse, den schönen Spätnachmittag. Anschließend hat der Waldemar alle wieder sicher und wohlbehalten Heim gefahren.

GS

 

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