Wanderung am 24. Juni 2010

Karlstein

 
Fußball Weltmeisterschaft in Südafrika, das ist das Thema was zurzeit fast alles andere in den Hintergrund stellt. Aber die Muskeltiere lässt das am Donnerstag kalt. Natürlich wird gewandert. Auch war diesmal das Wetter so, dass wir die Grillsachen einpacken konnten. Denn wie angekündigt wurde nochmals das Ziel Karlstein angesteuert. Roland hatte seine Pferde angespannt, und Waldemar und Gerd mit seiner Kutsche zum Parkplatz in Krummhardt gebracht.

Dort wurden die Rucksäcke geschultert und los ging es in Richtung Karlstein. Die Kirschen sahen noch nicht so prall und reif aus. Trotzdem prüfte Waldemar an dem einen und anderen Baum den Geschmack der Früchte. Roland und Gerd hielten sich dabei lieber zurück.

Unterwegs wurde ein wunderschönes renoviertes Fachwerkhaus bewundert, und eine Gruppe junger Burschen beobachtet, die vergeblich an einem Zigarettenautomaten versuchten, eine Packung zu ergattern. Angesprochen meinten sie, die Zigaretten sollen sie für ihre Mutter besorgen. Wir taten so, als ob wir ihnen glaubten. Auch ein Opa mit Kleinkind im Kinderwagen, das die Farben schwarz rot gold auf der Stirn gemalt bekommen hatte, hielt uns zu einem kleinen Plausch auf. Trotzdem erreichten wir bald den Grillplatz am Karlstein. Dort wurde mit vereinten Kräften das Feuer entfacht und der Rucksack ausgepackt.

Nach dem wir unser Mitgebrachtes verzehrt hatten, überkam uns eine gewisse Trägheit, so dass wir noch nicht gleich wieder aufbrachen. Dadurch konnten wir einen Mann beobachten, der Markierungen für eine Wandergruppe anbrachte. Er ermahnte uns, die Wegweiser nicht zu verändern damit seine Gruppe sich nicht verlaufe. Aber er hängte anschließend einen Pfeil aus Pappe, mit einem Bindfaden an einen dünnen Ast eines Strauches. Ob wohl Roland ihn darauf aufmerksam machte, dass der Wind die Richtung des Pfeiles sehr leicht verändern könnte, ließ er ihn dort hängen. Nachdem der Mann weiter gefahren war kam ein leichter Wind auf. Der Pfeil flatterte wie eine Fahne im Wind. Wir hätten ja zu gerne noch die ratlosen Gesichter der Gruppe gesehen, aber es war dann doch soweit, dass wir uns auf den Heimweg machten.

GS   

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