Wanderung am 15. Juli 2010

Neidlingen

 
Mit Gerds voll klimatisierten Flitzer waren wir (Gerd, Waldemar und Roland) im Nu am Lindenparkplatz am Fuße der Limburg. Die Absicht war diesmal, einen Spaziergang durch Neidlingens Kirschenparadies zu machen, um die Qualität der diesjährigen Kirschen zu testen. Allerdings sind wir früh vom "rechten" Weg abgekommen, so daß wir die besten Bäume leider verfehlten. Dafür hatten wir andere Begegnungen: Zunächst zwei Schafe, die hungrig auf einem kargen Stück Land meckerten. Wir erbarmten uns ihrer und begannen sie zu füttern. Kurz vor Pfundhardt wurden wir von heftig schnatternden Gänsen empfangen, die wir aber links liegen ließen. Die Hühner kurz darauf regten sich auf ihren schattigen Plätzen weniger und auch der Hund, sonst immer recht aufgeregt, lag nur müde im Schatten und ließ uns passieren.

Als neues Ziel wählten wir dann Häringen - aber wo liegt dies genau? Ein Blick auf die Karte half zwar etwas weiter aber nur dank unserer intensiven Pfadfinderausbildung (vor ca. 55 Jahren) fanden wir dann den rechten Weg. Ein Förster, der gerade Farn bekämpfte um seinen neu gepflanzten Douglasien eine Überlebenschance zu geben, versuchte, uns mit Tipps für die richtige Strecke heimwärts zu helfen. Aber da muß bei ihm einiges durcheinander geraten zu sein. War es die Hitze schuld oder war er schon dement? Wir kamen trotzdem weiter. Auch der Radfahrer, den wir später testeten brachte nur heisse Luft zum Vorschein. War Schwätzer ohne Backgroundwissen. Etwas verspätet fanden wir unser Auto aber auch so.

Die unterwegs sparsam getesten Kirschen waren überzeugend, so dass Roland in Hepsisau am Straßenrand noch einige erstand. Die beiden Verkäufer waren sich nur zunächst über den Verkaufspreis nicht einig. Aber wir einigten uns schließlich auf dem höheren Niveau.

Im Rössle in Ochsenwang empfing uns der Juniorwirt, jetzt wieder zurück aus Stuttgart. Er hat wohl die Regie von den Eltern übernommen. Zur Zeit sei tote Hose in Ochsenwang, meinte er. Bei der Hitze gehen die Leute einfach nicht aus ihren Häusern. So blieben wir dann auch die einzigsten Gäste. War uns gerade recht - nur seinen Hund haben wir vermißt. Er auch.

Dass in Nordrhein-Westfalen jetzt eine Minderheitsregierung ihr Amt versucht - mit einer Tolerierung durch die von ihr als nicht regierungsfähig erklärten Kommunisten - verdarb weder unseren Appetit noch unsere gute Laune.

RF

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