Wanderung am 25. November 2010

Hasenheim Deizisau

 
Ein eisiger Novemberwind blies uns ins Gesicht, als wir in Deizisau aus Rolands silbernem Mercedes stiegen. Die Krägen wurden hoch gestellt, und die Kopfbedeckungen  tiefer in die Stirn gezogen. So erklommen wir den Anstieg, bis wir auf der Hochfläche den Rundweg über Köngen zurück nach Deizisau, einschlugen. An der Schranke, die den Schleichweg für Autos zwischen Deizisau und Köngen sperrt zog der Roland den raffinierten Schlüssel zum Spezialschloss der Schranke aus der Tasche. Siehe Bericht vom 9. September 2010. Er hatte ihn in Heimarbeit nachgemacht. Mit viel Mühe hatte er sich bei den letzten Wanderungen auf dieser Strecke anhand von Abdrücken mittels Laubblättern eine Schablone angefertigt. Obwohl der Schlüssel passte, ließ sich die Schranke nicht öffnen. Aber durch kleine Abänderungen, die er noch vornehmen will, wird beim nächsten Mal der Schlagbaum sich öffnen lassen. Als der Jannis den Roland fragte wofür er den Schlüssel denn brauche,war die Antwort: „Ist doch egal. Hauptsache das Gerät ist da!“

Der Euro muss gerettet werden, koste es, was es wolle. Erst Griechenland, jetzt Irland, bald vielleicht auch Portugal oder Spanien. Kein Staat der Währungsunion darf untergehen, denn das würde den Euro gefährden. So die Argumente der Finanzpolitik. Alternativlos findet in Europa durch die Hintertür eine Umverteilung statt. Nun wird erörtert ob der Rettungsschirm, von derzeit 750 Milliarden Euro, erweitert werden soll. Angesichts der Tatsache, dass die Verschuldung aller Länder immer größer wird, fragt man sich, wie viele Länder kommen noch unter diesen Schirm. Vor allem wer soll das noch absichern, bzw. was macht der Letzte?

Aber all das kann die Muskeltiere nicht „imprägnieren“, solange sie sich noch ihr Bier und Schnitzel nach dem Wandern leisten können. So wie auch diesmal im Hasenheim

 GS                                                                                                             

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