Wanderung am 21. Januar 2011

     Schurwaldbesen Hegenlohe

 

Der Donnerstag ist den Muskeltieren heilig und ein Tabu, also eigentlich alternativlos. Da ist Wandern angesagt. Doch einmal im Jahr gibt es eine Ausnahme. Wenn Inge's Besen in Hegenlohe öffnet, kann der Donnerstag mal auf den Freitag fallen. So heute.  Also doch nicht "alternativlos" - wie Angela Merkel gerne ihre Politik beschreibt. Und was ja zum Unwort des Jahres 2010 gewählt wurde. Die Muskeltiere haben ihre Grundsätze und sind trotzdem flexibel. Zumindest wenn es um den Besen und das "Schwäbische Vier-Gang-Menue" (Rostbraten und drei Viertele) geht.

Voller Erwartung streben wir durchs Kirnbachtal, im Schnee durch den kahlen Wald bis auf die Schurwaldhöhe. Die Wintermüdigkeit ist wie weggeblasen. Jannis erzählt von seinem Besuch beim TÜV, bzw. dem MÜV (Medizinischen Überwachungsverein). Zwar mußte er länger als gedacht im Wartezimmer sitzen, bis sein Modell an der Reihe war. Dafür es gab keine Beanstandungen. Er läßt sich ja auch scheckheftpflegen. Lediglich sein Katalysator wies etwas hohe Werte aus. Seine Brennstoff ist wohl etwas zu üppig oder zu hochprozentig. Jetzt will er etwas weniger verbrennen, nur noch an Tagen, die mit mit einem "g" enden. Aber sein Motor - so ließ er sich bestätigen - ist raumfahrtgeeignet. Wenn das hohe Startgewicht nicht wäre, so würde er abheben. Aber da ist er auch dran. Drei mal die Woche ist er "auf Rezept" im Fitnessstudio mit anschließendem Saunabesuch. Auspuff und Fahrwerk genügen den Ansprüchen, da muß er nichts unternehmen.

Bei der Wanderung bergauf zeigte es sich auch, dass er voll auf der Höhe ist. Während er in alten Zeiten immer mal eine kleine Pause brauchte und das Kühlwasser abkühlen lassen mußte, strebte er jetzt als erster voraus. Und konnte gleichzeitig schwätzen. Gerd und Roland konnten sich nur wundern.

Die Überraschung bei der Ankunft im Besen war perfekt. Inge und Dirk hatten mit unserer Flexibilität nicht gerechnet und waren hocherfreut. Küßchen hier und Küßchen da! Und wie wir uns erst freuten, als wir die Viertele und den Rostbraten genossen!! Wie in alten Zeiten.

Waldemar ließ es sich nicht nehmen und holte uns wieder ab. Beim Gang zu seinem Auto sahen wir unterwegs zwei anscheinend lebensmüde Frauen, die mit ihrem Wagen die Querstrasse hochfahren wollten, aber immer wieder zurück auf die Hauptstrasse rollten. Mehrfach! Bis Gerd sich erbarmte und den Wagen an sein Ziel brachte. Die Frauen liefen ihm hinterher.

 

RF

             HOME                               Berichte-Übersicht                          nächster Bericht