Wanderung am 16. Juni 2011

     Naturfreundehaus

 

 

 

Glücklicherweise wurde der EHEC-Erreger auf einer Sprosse in einem Biohof nach langer Suche gerade noch rechtzeitig gefunden. Nicht auszudenken, was unserer Kanzlerin sonst eingefallen wäre. Zuerst sicher ein dreimonatiges Moratorium für gedüngtes Gemüse. In dieser Zeit hätte dann eine Gurkensicherheitskommission überprüfen müssen, ob in Deutschland verkauftes Gemüse gegen EHEC-Befall, andere schwere Krankheitserreger oder den Absturz eines großen Verkehrsflugzeuges abgesichert ist und wie schnell die Vitaminwende - weg von Gemüse hin zu Vitaminpillen - realisierbar ist. Eine Ethikkommission hätte zudem zu prüfen gehabt, ob der deutschen Bevölkerung das Restrisiko des Essens von Gemüse hätte weiterhin zugemutet werden können. Und die Grünen hätten einen Ausstieg aus dem Gemüseanbau bis 2015 gefordert. Gemüse der bereits stillgelegten Höfe dürfe nicht mehr auf den Markt kommen. Ausstieg bei Gurken 2015, Tomaten 2017, Salat 2019, Erbsen 2021 usw.

Diese ganze Erbsenzählerei ist der Gurkentruppe in Berlin jetzt erspart geblieben. Aber unsere Presseorgane warten schon auf das nächste Ereignis, mit dem sie wieder eine Hysterie erzeugen können um die German Angst zu bedienen. Dioxin-BSE-Vogelgrippe-Fukushima lassen grüssen. Wir Deutschen sollten - wie unsere europäischen Nachbarn und die Muskeltiere - etwas cooler werden.

Waldemar stand diesmal schon am Treffpunkt, als Gerd und Roland den Kreisverkehr erreichten. Er wollte die Tour auf keinen Fall verpassen, meinte er. Obwohl es "nur" zum Naturfreundehaus ging. Unser erst angedachtes Ziel, das Hasenheim in Deizisau, hatte ferienhalber geschlossen und unser Favorit, Inges Besen in Hegenlohe, öffnet erst in 100 Tagen - am 23. September - wieder. Das wird eine lange Durststrecke. Nicht, dass uns die Getränke anderswo nicht auch schmecken, aber der Verzicht auf den geliebten Super-Rostbraten trifft uns schon hart.

Nyt tyydyn ryyppyyn. Das ist finnisch und heißt, "jetzt trinke ich erst mal einen Schnaps". Die Finnen brauchen nur drei Worte für so eine wichtige Feststellung, für die wir auf deutsch sieben Worte benötigen. Wenn es nach ein paar Gleichstellungsbeauftragten und Sprachexpertinnen und -experten geht, brauchen wir künftig noch mehr Worte. Aus Bürgersteig wird dann Bürgerinnen- und Bürgersteig. Aus Eselei wird Eselinei. Aus Druckerschwärze wird Druckerinnen- und Druckerschwärze. Nur Mörder und Diebe bleiben bleiben rein männlich. Man (frau) kann nur sagen: Armes Deutschland. Haben wir nicht schon genug Probleme?

Schnitzel und Kartoffelsalat war diesmal im Naturfreundhaus nicht ausverkauft. Nach Otmars Eintreffen im Naturfreundhaus haben wir uns aber auch vorsorglich mit der Bestellung beeilt. Und wurden sogar bedient.

RF

             

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