Wanderung am 1. September 2011

    Hasenheim Deizisau

 

 

 

Waldemar hält sich zur Rekonvaleszenz in Bad Ditzenbach auf, Jannis in Chalkidiki, Otmar stößt später zur Truppe -- so wandern Gerd und Roland diesmal wieder zu zweit in Richtung Deizisau. Dort lockt gutes Schnitzel und ausgezeichneter Kartoffelsalat. Links der Fils finden wir einen breiten, schattigen und ruhigen Weg, kein lästiger Lärm von B10 und Bahn. Und bis auf ein paar Pfützen sauber begehbar.

Die Ufer der Fils sind teilweise heftig von illegal eingewandertem Springkraut überwuchert. Dieses Zeug setzt sich offenbar überall durch und heimische Gräser und Kräuter haben bald keine Chance mehr. Roland ist 'algerisch' gegen dieses zwar hübsch blühende, aber 2 Meter hoch werdende Unkraut. Seit auf dem Nachbargrundstück seines Waldgartens ein Riesendickicht dieser Giganten entstand und ständig auf sein Stück Land übergreift. Den Kampf dagegen kann man nur verlieren. Nicht nur in der Politik und beim Handel ist Asien allgegenwärtig - auch schon in der Natur.

Yvonne verdankt allerdings dem Springkraut seine lange Freiheit. Yvonne - die entsprungene Waldkuh in Bayern, wahrscheinlich eine Verwandte vom Problembären Bruno. Sie konnte sich darin (und in Maisfeldern) ausgezeichnet verstecken und so ihren Häschern bis zum heutigen Tag entgehen. Scheue Rehe konnten sie ausfindig machen, aber nicht die Kuh. Der Bürgermeister des Ortes meinte, die Kuh hat halt Abitur und die Rehe nur Hauptschule. Übrigens, er sucht ein neues Thema fürs nächste Sommerloch.

Auf der Höhe von Plochingen beeindruckte uns wieder mal die weithin sichtbare Kirche St. Blasius, von der Gerds Bekannte aus dem Ruhrgebiet ehrfurchtsvoll schwärmen. Dies veranlasst natürlich auch die Muskeltiere, etwas zu recherchieren. 1488 als spätgotische Wehrkirche vollendet, aber beileibe nicht die älteste Plochinger Kirche. Dies ist die Ottilienkapelle (1328) in der Nähe von Tomi Ungerers WC-Häuschen!

Was uns sonst bewegte: Der Wahl-O-Mat zur Berliner Wahl, das Alkoholverbot in Bus und Bahn und natürlich der unselige Westerwelle. Von dem Gratulationsbrief der LINKEN an Fidel Castro ganz zu schweigen. Dank Alzheimer werden viele "Probleme" von vielen Bürgern gar nicht so richtig empfunden, für die ist Alzheimer keine Krankheit sondern eine natürliche Schutzfunktion. Trotzdem - ohne Alzheimer ist`s uns lieber. Auch wenn wider Erwarten auf einmal unser Bundespräsident (von Merkels Gnaden) mit einer eigenen Meinung überrascht und diese auch noch laut erzählt. Wo sind wir denn auf einmal? Der kann`s ja wie einst der beliebte Köhler.

Die Muskeltiere halten mit ihrer Meinung auch nicht hinter dem Berg. Aber sie binden sie nicht jedem auf die Nase.

RF

Hier kommt noch der sehr linke Gratulationsbrief der ganz LINKEN an Fidel:

Lieber Genosse Fidel Castro,

im Namen der Partei DIE LINKE übermitteln wir Dir anlässlich Deines 85. Geburtstages unsere herzlichsten Glückwünsche.

Du kannst voller Stolz auf ein kampferfülltes Leben und erfolgreiches Wirken an der Spitze der kubanischen Revolution zurückblicken. Die Errungenschaften des sozialistischen Kuba mit seiner Beispielwirkung für so viele Völker der Welt, werden immer und zuerst mit Deinem Namen verbunden sein. Unter deiner Führung hat es Kuba verstanden, für mehr als fünf Jahrzehnte dem Druck und der Blockade der USA zu widerstehen, an seinen Idealen festzuhalten und eine neue gesellschaftliche Entwicklung einzuleiten, die dem kubanischen Volk für Lateinamerika beispiellose soziale Errungenschaften in Bildung, Wissenschaft und Kultur, im Gesundheitswesen und Sport und in vielen weiteren Bereichen gebracht hat. Kuba war und ist auf diese Weise Beispiel und Orientierungsspunkt für viele Völker der Welt.

Heute steht Kuba in Lateinamerika nicht länger allein; inspiriert durch das kubanische Vorbild, haben zahlreiche Völker Lateinamerikas und der Karibik, allen voran in den ALBA-Staaten, ihr Schicksal in die eigenen Hände genommen und gehen einen Weg, der ihren eigenen Interessen und nicht denen des internationalen Kapitals entspricht. Auch auf diese Entwicklung kannst Du – gemeinsam mit dem gesamten kubanischen Volk, stolz sein. Nicht zuletzt durch die Vorbildwirkung seiner eigenen Entwicklung und durch seine internationalistische Solidarität hat Kuba einen enormen Anteil an dieser Entwicklung. Wir wissen jedoch, dass das Du auch heute weiter nach vorn blickst, aufmerksam die internationale Entwicklung verfolgst und in Form Deiner Veröffentlichungen und der zahlreichen Treffen und Gespräche mit progressiven Politikern aktiv darauf einwirkst. Auf diese Weise stellst Du Deine Erfahrungen und Deine politische Weitsicht auch weiterhin den neuen Generationen politischer Aktivisten zur Verfügung.

Lieber Genosse Fidel Castro, anlässlich Deines Geburtstages wüschen wir Dir beste Gesundheit, Schaffenskraft und schöpferische Energie für Deine weitere Arbeit. Zugleich versichern wir Dir unsere unverbrüchliche Freundschaft und Solidarität mit dem kubanischen Volk. Wir werden auch in Zukunft die Entwicklung in Kuba aufmerksam und voller Sympathie verfolgen und nach Kräften dazu beitragen, dass das kubanische Volk frei und ohne Druck von außen über seine Entwicklung selbst entscheiden kann.

Mit solidarischen Grüßen

Gesine Lötzsch
Klaus Ernst

Quelle: Internetseite der Kubanischen Botschaft.

 

 

             

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