Wanderung am 13. Oktober 2011

Schurwaldbesen Hegenlohe

 

 

 

Diesmal war es ein tierischer Wandertag. Auf dem Weg zum Kirnbachtal kamen wir an einer Weide vorbei, auf der eine Schafsherde graste. Zwischen zwei Büschen, direkt neben unserem Weg, hatte sich ein Schafbock mit einer Schaf-Dame zurück gezogen. Bei dem Versuch die „Dame“ zu bespringen entdeckte er uns. Verstört hörte er auf und glotzte uns verdutzt an. So dachten wir zu mindest. Aber nach einer kleinen Weile legte er wieder los. Aber auch diesmal kam er nicht zum Zug. Obwohl das Weibchen willig war und ganz still hielt, schaffte der Bock es nicht. Wieder musste er eine Pause einlegen bis er einen neuen Anlauf nahm. Ob es dann noch ein Happy End gab, haben wir nicht abgewartet.

Bei unserem zweiten Tierereignis handelte es sich auch wieder um Schafe. Auf dem Höhenweg zwischen dem Naturfreundehaus zum Besen in Lichtenwald stehen einige Obstbäume. Da keiner die Früchte erntet, fällt das reife Obst natürlich ab und liegt zentnerweise unter den Bäumen. Da an der angrenzenden Wiese Schafe faul herum standen hat der Waldemar einem Schaf einen Apfel vor die Füße geworfen. Mit großer Begeisterung hat es sich über diese Köstlichkeit hergemacht. Als die anderen Tiere dies bemerkten, kamen sie angestürmt. Da der Apfel aber schon verspeist war, standen sie ganz belämmert da. Dem konnte natürlich Abhilfe geleistet werden. Es lagen ja genügend Äpfel da, so dass wir mit vereinten Kräften alle bedienen konnten.  Wenn wir schon vorher dem Bock nicht helfen konnten, so konnten wir hier den Viechern etwas Abwechslung bieten.

Am vorigen Donnerstag auf derselben Strecke, hatten wir gerätselt, wie warm bzw. wie kalt es wohl sei. Da entdeckte der Roland an einem Haus ein Außenthermometer. Als er über den Hof zum Haus ging und dort nach der Temperatur schaute, ertönte plötzlich ein grimmiges Gebell. Obwohl  wir schon sehr oft an diesem Haus vorbei gekommen sind, hatte der Hund nie angeschlagen. Aber diesmal als der Roland an dem Grundstück vorbei ging, war Bello nicht mehr zu halten.

Nach dem wir im Besen, wie immer ganz selbstverständlich ohne ein Wort zusagen, die richtigen Getränke erhalten hatten, erschien auch schon der Otmar. Er erzählte, als er sein Auto geparkt hatte, sind an dem angrenzenden Grundstück alle Hühner angerannt und haben laut gegackert.

Der Jannis wollte vom Dirk dann auch noch wissen, ob er uns nicht mal ein Steak vom Koberind als Rostbraten servieren könne. Denn um das Koberind ranken sich alle möglichen Mythen und Geschichten. Angeblich soll es täglich massiert werden und noch weitere exklusive Behandlungen bekommen. Auf jeden fall ist es das teuerste Fleisch. Ein Kilo echtes Kobe-Rindfleisch kostet 400 bis 600 Euro, manchmal sogar noch mehr. Der Import von Koberindfleisch in die EU ist aber nicht möglich, weil es in ganz Japan keinen Schlachthof mit EU-Zulassung gibt, der Koberinder schlachtet. Da uns der Dirk erklärte, dass wir den Unterschied zwischen seinem Rostbraten und einem Rostbraten von einem Koberind gar nicht schmecken würden, bestellten wir wieder den üblichen Rostbraten. Wir glauben, dass der Dirk in der Küche dem Fleisch eine besondere Massage verabreicht hat. Oder massiert er die Rinder schon bevor sie geschlachtet werden? Denn es schmeckte uns wie immer ganz hervorragend und wir werden auch weiterhin auf Koberindfleisch verzichten. 

 Zum Abschluss sei noch vermerkt, es war wieder ein Muskel-tiersche schöner Tag.

GS

 

HOME                               Berichte-Übersicht                         nächster Bericht